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Kiel-Region zieht Touristen in Scharen an

Neue Studie Kiel-Region zieht Touristen in Scharen an

Eine aktuelle Studie belegt weiteres Tourismus-Wachstum in der Region rund um Kiel. Beim Umsatz nähert sich die Landeshauptstadt sogar der Milliarden-Grenze.

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Der Hafen ist ein ganz besonderer Faktor: Die Stadt profitiert immer stärker von den Kreuzfahrtgästen, die mit den großen Schiffen nach Kiel kommen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die aktuelle Studie belegt es schwarz auf weiß: Der Tourismus lockt immer mehr Gäste an die Kieler Förde. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, Tourismuschef Uwe Wanger und Bürgermeister Alexander Orth, der die Gemeinden Heikendorf, Mönkeberg und Schönkirchen vertritt, zeigten sich hochzufrieden über die zum ersten Mal gemeinsam ermittelten Ergebnisse. Rechnet man neben den Hotelangaben auch Privatvermietungen, Campingunterkünfte und Privatbesuche zusammen, kommt Kiel auf 2,73 Millionen Übernachtungen im Jahr 2015.

Das Statistikamt Nord hatte für Kiel einen Zuwachs von 3,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf lediglich etwa 675000 Übernachtungen ermittelt, wobei aber nur die Übernachtungen in Betrieben mit mehr als zehn Betten berechnet wurden. Trotz unterschiedlicher Zählweisen zeigt die Kurve fast überall nach oben. Das Institut für Tourismus und Bäderforschung schätzt in seiner aktuellen Analyse, dass für Kiel der Bruttoumsatz im Tourismus von 898 Millionen Euro im Jahr 2013 auf 954 Millionen im Jahr 2015 stieg. Dazu kommen 10,3 Millionen Euro vom Amt Schrevenborn. Im ersten Quartal dieses Jahres erlebte Kiel zwar einen Dämpfer, da mit Schließung einiger Hotelbetriebe 101 Zimmer weniger angeboten werden konnten. Doch dies läutet laut Kiel-Marketing-Geschäftsführer Uwe Wanger keine Trendwende ein, zumal in den nächsten zweieinhalb Jahren fünf neue Häuser mit fast 800 Zimmern entstehen sollen.

Hauptmotor des Wirtschaftswachstums in der Landeshauptstadt ist nach wie vor der Tagestourismus, auf den fast 79 Prozent der Gesamtnettoumsätze in der Branche entfielen. Dass der Tourismus an Bedeutung in Kiel zunehmen würde, hätten wohl auch viele Kieler vor einigen Jahren noch nicht gedacht, meinte Oberbürgermeister Kämpfer: Ob die wachsende Zahl von Anläufen der Kreuzfahrtschiffe, attraktivere Konzert-Angebote oder die Hotelpläne etlicher Investoren für Kiel – der Tourismus sei für die Wirtschaft und Identität sehr wichtig geworden. Der Trend zum innerdeutschen Städtetourismus angesichts der Krisen in vielen ausländischen Urlaubsregionen kurbelt die Nachfrage ebenfalls an.

„Kiel hat die meisten Tagestouristen in Schleswig-Holstein“, stellte Wanger mit Hinweis auf die Analyse fest. Den größten Teil dieser Touristen machen dabei jedoch die Besucher aus der Region aus, die nach Kiel zum Einkaufen oder zu Freizeitaktivitäten fahren. Im Schnitt geben die Tagesausflügler 37,95 Euro aus, am meisten im Handel oder in der Gastronomie.

Link zur Studie

Die Studie ist hier zu finden.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

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Seit zehn Jahren schlägt sich in Statistiken nieder, wie sehr sich die Stadt Kiel zu einem Ziel für Urlauber und Geschäftsreisende entwickelt. Der Tourismus kurbelt die Wirtschaft an, bringt Arbeit und Umsatz. Kurzum: Er stärkt den Wirtschaftsstandort.

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