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Krieg ist kein Kinderspiel

Neues Friedens-Denkmal Krieg ist kein Kinderspiel

Ein neues Kieler-Friedens-Denkmal vor dem Flandernbunker wurde am Mittwoch vorgestellt. Unter dem Motto „Wir wollen keinen Krieg“ haben 20 Schüler des Hebbel-Gymnasiums Kiel symbolisch ihr Waffen- und Kriegsspielzeug in den rund drei Meter hohen Glaskubus an der Kiellinie geworfen.

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Vorm Flanderbunker steht seit Mittwoch eine Glassäule, in der Kinder Kriegsspielzeug versenken können.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Zwar erst noch etwas zögerlich, dann aber zunehmend mutiger haben die Sechstklässler ihre Plastikgranaten, Wasserspritzpistolen und Spielzeugrevolver mit Hilfe eines Apfelpflückers in die Glassäule befördert. Auch in Zukunft können Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen während der Öffnungszeiten des Flandernbunkers Kriegsspielzeug in der Glassäule versenken. Und damit die Trennung nicht allzu schwer fällt, gibt es etwas zu gewinnen: Wer bis Anfang November das Denkmal füttert, kann an einer Tombola teilnehmen und im Hauptpreis einen von drei Rundflügen über Kiel gewinnen.

 Die Idee entstand mit Hinblick auf den Weltkindertag und das Kulturmeilenfest am Sonntag, 20. September. Es widmet sich dem Thema Kinder und Krieg. „Jedes Kind hat das Recht, in Frieden aufzuwachsen“, sagt Jens Rönnau, der als Gründer vom Verein Mahnmal Kilian in Zusammenarbeit mit der Unicef-Arbeitsgruppe das Projekt ins Leben gerufen hat. Auch die Unicef-Vertreterin Angelika Ihrens betont, dass Kinder nichts im Krieg verloren haben und daher auch die Spielsachen gewaltfrei sein sollten. „Erziehung und Bildung müssen abseits von Gewalt ablaufen.“

 Die Mädchen aus der Klasse 6c erklären, dass sie gar kein Interesse an gewaltsamen Spielen besitzen. Die selbsternannten Friedensbotschafterinnen Angelina, Julie und Tamina (alle 11) haben in der ganzen Schule Spielzeug gesammelt und dafür gerade aus den höheren Klassenstufen viel Zuspruch und Applaus erhalten. Die Bedeutung hinter dem Projekt ist auch Lara (11) klar, die das Problem vor allem in Actionfilmen sieht, welche den Kindern vermitteln, dass Gewalt etwas ganz Normales sei.

 Direkt nebenan, im Weltkriegsbunker, kann ab sofort eine kleine Ausstellung zum Thema besucht werden. Einige der Hebbel-Schüler wollen heute erneut zum Flandernbunker kommen, um weiteres Spielzeug abzugeben.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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