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Der Bauboom in Kiel geht weiter

Neues Hotel Der Bauboom in Kiel geht weiter

Geht alles nach Plan, erhält Kiel durch ein weiteres Bau-Projekt in der Innenstadt eine neue Stadteinfahrt. Denn die Lücke an der Kaistraße füllt sich: Neben dem B&B-Hotel errichtet die Lindner-Gruppe zusammen mit der Hanseatic Group ein neues 3- bis 4-Sterne-Hotel.

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Auf der Freifläche in der Kaistraße soll neben dem B&B-Hotel ein weiteres Hotel und ein siebengeschossiges Büro-Gebäude entstehen. Beide Bauten sollen bereits bis Mitte 2017 fertig sein.

Quelle: Visualisierung KPE Willen Associates Architekten WAA

Kiel. Gleich daneben plant der Wiesbadener Entwickler KPE für Investitionen von 16 Millionen Euro einen Büro-Komplex. Für Bürgermeister Peter Todeskino zeigt der durch den Niedrigzins angekurbelte Bauboom an vielen Ecken der Stadt „die Gunst der Stunde für Kiel“. Dass das neue Büro-Gebäude sich jetzt ins Ensemble einfügt, begrüßt er als weiteren Impuls, der umso erfreulicher sei, da damit die Brache der früheren Bahnfläche verschwindet.

 Als erste zog die Wiesbadener Hotelkette B&B 2011 ein 100-Zimmer-Hotel auf einem der Grundstücke mit wilder Vergangenheit auf. Auf dem Areal zwischen CAP, Hauptbahnhof und Gablenzbrücke verhökerte davor monatelang der „Bazar“ Trödel, bis Verbindungen zu der Rockergruppe „Hells Angels“ und damit Auswüchse in die Kriminalität die Runde machten. Der Bau von B&B läutete die Chance auf Entwicklung der Fläche und den Aufbruch in die Zukunft ein.

Hotel an der Kaistraße soll 2017 eröffnen

In direkter Nachbarschaft zielt die Lindnergruppe mit ihrem neuen Boutique-Konzept samt WLAN und Online-Check-In auf Geschäfts- und Stadtreisende ab 30 Jahre ab. Der Bau des 165-Zimmer-Hotels, so der Plan, beginnt in diesem Jahr, damit der Betrieb im Sommer 2017 eröffnen kann.

 Fast zeitgleich soll auch das siebengeschossige Büro-Gebäude mit bis zu 400 Arbeitsplätzen auf 6200 Quadratmetern Mietfläche fertig gebaut sein. Den Bauantrag, der mit dem Beirat für Stadtgestaltung abgestimmt ist, wollen die Investoren noch in diesem Monat stellen. Christian Deharde, Geschäftsführer der KPE Projektentwicklungs GmbH, ist daher zuversichtlich, im Juni/Juli mit dem Bau, der an den Busbahnhof angrenzt, beginnen zu können. Die Fertigstellung und der Einzug der ersten Nutzer sollen bereits im April 2017 sein. Die Hälfte der Nutzfläche geht an eine große Organisation, dessen Name Deharde noch nicht preisgeben möchte. Dieser Hauptnutzer sei bereits in Kiel tätig, wolle sich aber ausweiten und habe für seine 180 Mitarbeiter vor allem Räume in der Nähe des Hauptbahnhofs und der Innenstadt gesucht.

Kaistraße als Gegengewicht zur Hörn

 „Die meisten dieser Mitarbeiter nutzen den Öffentlichen Personennahverkehr oder Fahrräder“, erläuterte der Geschäftsführer, warum in dem Gebäude lediglich 38 Parkplätze und Fahrrad-Stellflächen im Erdgeschoss entstehen. Auf der dem Wasser zugewandten Seite im Erdgeschoss sollen nach dem Nutzerkonzept der Stadt Läden und Gastronomie unter Arkaden einziehen. Sowohl das Lindner-Hotel als auch der Büro-Komplex seien innerhalb des städtischen Rahmenplans sehr weit, bestätigte Todeskino. Auch die Zufahrten seien bereits geregelt. Mit der Bebauung der Kaistraße setzt der Bürgermeister auf ein Gegengewicht zur gegenüberliegenden Hörn.

 Der Kieler Bauausschuss gab im September 2015 grünes Licht, damit dort zehn in einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossenen regionale Unternehmen ein Konzept für die Top-Adresse entwickeln können: Geplant sind, dass auf einer 10000 Quadratmeter großen Fläche bis zu 500 Wohnungen entstehen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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