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Hoffen auf eine frühere Strandfreigabe

Neues Landesgesetz Hoffen auf eine frühere Strandfreigabe

Wenn es um das Thema Hunde am Strand geht, erhitzen sich schnell die Gemüter. Die einen fühlen sich von den Vierbeinern arg belästigt, die anderen möchten mit ihrem Haustier Zeit am und im Wasser genießen. Daher sorgte eine Kürzung der Nutzungszeiten jetzt für Unmut bei den Haltern. Die Stadt lenkt ein.

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Die Bewegung und der Spaß am Strand sind der Logopädin Sina Louisa Carmesin mit ihrem Golden-Retriever-Rüden Simba sehr wichtig.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Bislang konnten die Kieler Strände zwischen dem 1. Oktober und 1. April genutzt werden. Doch eine Änderung im Landesnaturschutzgesetz verkürzt diese Zeit an Stränden mit regem Badebetrieb grundsätzlich um einen Monat: Halter dürfen mit ihren Hunden und Pferden nun erst ab dem 1. November wieder an den Badestrand. Jedoch erlaubt das Gesetz den Gemeinden auch, in ihren Strandsatzungen selbst festlegen, wie lange das Verbot gelten soll.

 Ein positives Signal kam nun von Seiten der Stadt: „Kiels Strände sind Bürgerstrände und nicht in allererster Linie Touristenstrände wie in anderen Regionen Schleswig-Holsteins“, sagte Stadtrat und Sportdezernent Gerwin Stöcken. Er will sich deshalb dafür einsetzen, „dass wir an der bewährten Regelung festhalten können und es in Kiel zu keiner Ausweitung des Hundeverbots kommt“.

Ausgewählte Hundestrände an der Ostsee

 Für Kiel-Marketing macht die Trennung von Mensch und Tier an Stränden und im Wasser aus hygienischen Gründen durchaus Sinn. In Schleswig-Holstein werde, so heißt es auf Nachfrage unserer Zeitung, die Nebensaison vermehrt von Familien mit Kindern genutzt. Der Entscheid der Landesregierung, auch den Oktober grundsätzlich für hundefrei zu erklären, sei nachvollziehbar. „Kiel ist im Herbst jedoch eher ein typisches Städtereiseziel, wo der Strandbesuch nicht an erster Stelle steht. Die Gründe, den Oktober den Menschen vorzubehalten, sind daher für Kiels Strände nicht so relevant“, erklärt Eva-Maria Zeiske von Kiel-Marketing.

 Rückenwind für die Hundehalter gibt es vonseiten der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein. „Die Kombination Urlaub mit Hund in Strandnähe ist ein unglaublicher Trend, den wir nicht verpassen dürfen“, betont Marc Euler, Sprecher der Agentur. Der Urlaub in der Nebensaison werde immer wichtiger. Und „da möchten viele einfach ihr Haustier mit dabei haben, das wird von den Gästen gefordert“, weiß er. Schleswig-Holstein und Kiel würde es gut tun, sich auch auf diese Gäste einzustellen.

 Die Kürzung der Nutzungszeit hat für reichlich Diskussion unter den KN-Lesern gesorgt. Von Menschen mit und ohne Hund wurde immer wieder das Verhalten von rücksichtslosen Haltern kritisiert, die ihre Hunde nicht anleinen oder zurückrufen, wenn diese fremde Menschen anspringen, oder die die Hundehaufen nicht entfernen. So betonte ein Leser in seinem Kommentar, dass sich die Hundehalter die Verbote durch ihr Fehlverhalten erst eingehandelt hätten.

 Wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es immer ein paar schwarze Schafe, die den Ruf der Hundehalter ruinieren: Deshalb fühlen sich einige durch die Verkürzung diskriminiert und kritisieren zudem den offiziellen Hundestrand in Kiel, der sehr steinig sei und viel Verletzungsgefahren für Hunde berge. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass der Schmutz am Strand nicht nur von Hunden stammt, sondern es auch viele Dosen, Kippen, Grillreste und Scherben gebe.

Sie nutzern weitere Hundestrände, die noch nicht in unserer Karte verzeichnet sind? Dann schicken Sie gern eine Mail an onliner@kieler-nachrichten.de

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