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Neuer Standort für Bücherei gesucht

Neumühlen-Dietrichsdorf Neuer Standort für Bücherei gesucht

Die Fraktionen der Ratsversammlung sprechen sich für einen Umzug der Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf aus. Auf der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses wurde ein entsprechender Prüfauftrag an die Verwaltung beschlossen.

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Bisher ist die Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf in einem Flügel der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule untergebracht. Der Kulturausschuss des Rats prüft, ob sie demnächst umzieht.

Quelle: Volker Rebehn

Neumühlen-Dietrichsdorf. Der Förderverein Stadtteilbücherei Neumühlen-Dietrichsdorf, der die städtische, zurzeit in einem Flügel der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule untergebrachte Bücherei ehrenamtlich unterstützt, begrüßt die Ausschussentscheidung.

Schon lange wünscht sich der Büchereiverein einen anderen Standort. Zwar konnten die Ehrenämtler die Bücherei retten, als die ihre damalige Zweigstelle im Eekberg aufgeben wollte. Und man war auch froh, in der Adolf-Reichwein-Schule Räume bekommen zu haben. Nach dem Umzug der Schule in die Andreas-Gayk-Schule (wir berichteten) im vergangenen Jahr ist die Zahl der Büchereinutzer von 523 auf 415 zurückgegangen. Die Ausleihen schrumpften von 18005 auf 16642.

Die Unterbringung von Flüchtlingen in einem anderen Flügel des Schulgebäudes machte die Situation für die Bücherei nicht leichter. Allerdings: Wie Andreas Teichert, Leiter der Stadtbücherei Kiel auf Anfrage mitteilte, ist die Gesamtsumme der Ausleihzahlen in den Monaten Januar bis August 2015 verglichen mit der im gleichen Zeitraum des Vorjahres (also vor dem Auszug der Schule) fast identisch ist und liegt sogar minimal höher.

„Um eine Schließung der Bücherei zu vermeiden, muss die Bücherei dahinziehen, wo es genügend Kinder und Erwachsene beziehungsweise eine bessere Erreichbarkeit für Jung und Alt gibt“, begründete Sigrid Schröter (CDU) den Antrag ihrer Fraktion. Die Stadtverwaltung soll daher prüfen, ob ein Umzug der Stadtteilbücherei entweder in die Toni-Jensen-Gemeinschaftsschule oder in die ehemalige Postfiliale am Ivensring möglich ist. Der Ausschuss ging einen Schritt weiter und will weitere mögliche Standorte im Stadtteil prüfen lassen. Dem stimmten alle Fraktionen zu.

„Wir als Büchereiverein begrüßen jede Bewegung in dieser Sache und freuen uns, dass jetzt die Politik mit ins Boot gestiegen ist“, sagte der 1. Vorsitzende Peter Schümann. Politik und Verwaltung sowie Verein und Schulleitung könnten in Gespräche einsteigen, um eine konstruktive Lösung zu finden. Zurzeit, sagt Schümann, sei die Bücherei am schlechtmöglichsten Standort des Stadtteils gelegen. Optimal wäre es, wenn Bücherei, Lagerraum sowie Räume für Lesungen und Sitzungen langfristig zentral und unter einem Dach untergebracht werden können.

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