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Polizei schätzt Sicherheitslage stabil ein

Neumühlen-Dietrichsdorf Polizei schätzt Sicherheitslage stabil ein

Die Sicherheitslage im Bereich der Polizeistation Dietrichsdorf, die die Stadtteile Neumühlen-Dietrichsdorf und Oppendorf sowie Wellingdorf und Ellerbek mit insgesamt 26 186 Einwohnern umfasst, ist stabil.

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Polizeihauptkommissar Andreas Mausolf stellte bei der Ortsbeiratssitzung Neumühlen- Dietrichsdorf/Oppendorf die Kriminalitätsentwicklung des Stadtteils in den vergangenen Jahren vor.

Quelle: Volker Rebehn

Neumühlen-Dietrichsdorf. Das erklärte Andreas Mausolf, stellvertretender Leiter der Polizeistation Dietrichsdorf, in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Neumühlen-Dietrichsdorf/Oppendorf. Insgesamt ist die Zahl der angezeigten Fälle 2015 im Vergleich zu 2014 leicht rückläufig.

Der Blick in die Zahlenreihen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeigt: Die Gesamtzahlen der bekannt gewordenen Straftaten im Stationsbereich sind kontinuierlich von 2321 (im Jahr 2011) über 2062 (2012) auf 2039 (2013), 1926 (2014) auf 1923 im Vorjahr (minus 0,2 Prozent) zurückgegangen. Besonders auffällig waren die Rückgänge in Ellerbek von 484 (2014) auf 397 (11,4 Prozent). In Wellingdorf vermeldet die Statistik einen Rückgang von 699 auf 630 Straftaten (9,9 Prozent). Zum Vergleich: Für den Bereich der Landeshauptstadt ist die Zahl der angezeigten Straftaten von 24380 auf 26078 (7 Prozent) gestiegen.

Neumühlen-Dietrichsdorf und Oppendorf mit seinen 12173 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2015) verzeichnet für 2015 einen signifikanten Anstieg auf insgesamt 896 Straftaten. Das sind 117 (oder 15 Prozent) mehr als 2014. Doch Mausolf relativiert. „Diese Zahlen gehen auf den Anstieg der Bagatellkriminalität zurück. Diese Delikte beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl der Bürger weniger stark“, sagte der Hauptkommissar. Dazu gehörten unter anderem Laden- und Handydiebstähle, Sachbeschädigungen oder Beleidigungen. Viel vehementer zur Verunsicherung und Beeinträchtigung trügen Rohheitsdelikte (Raub, schwere und einfache Körperverletzung) sowie Einbrüche in Wohnungen, Häuser und Gewerbeimmobilien bei. „Hier liegen auch die Schwerpunkte der polizeilichen Arbeit.“

So habe die Polizeistation massiv Präsenz gezeigt, als die Anzeigen über Wohnungs- und Häusereinbrüche in der Siedlung Oppendorf nach oben schnellten. Die Folge war, dass 2015 nur 24 Wohnraumeinbrüche im Stadtteil (2014 waren es noch 43, in den Jahren bis 2011 ebenfalls deutlich mehr) registriert wurden. Der Wermutstropfen: Die Aufklärungsquoten lagen mit 4,2 Prozent (Wohnraum) und 11,1 Prozent (Gewerbe) sehr niedrig.

Ein völlig anderes Bild liefern die Rohheitsdelikte: Zwar gab es mehr Raube, schwere und einfache Körperverletzungen. Die Aufklärungsquoten waren mit 27,3 Prozent, 84,2 und 91,3 Prozent aber hoch. Von 33 auf 55 bekannt gewordene Fälle ist die Drogenkriminalität angestiegen. 89,1 Prozent der Fälle wurden aufgeklärt. Insgesamt konnte die Polizeistation 2015 fast jeden zweiten Fall (49,2 Prozent) aufklären. In Neumühlen-Dietrichsdorf und Oppendorf lag die Quote sogar bei 55,1 Prozent, in Wellingdorf bei 44,8 Prozent und in Ellerbek bei 42,8 Prozent. In der Landeshauptstadt insgesamt lag sie bei 46,9 Prozent. „Die Sicherheitslage im Stationsbereich ist gut“, bilanzierte Mausolf.

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Foto: Die Polizeiliche Kriminalstatistik belegt: Es gab in Kiel im Jahr 2015 deutlich mehr Einbrüche als 2014.

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten in Kiel ist 2015 mit 26078 Fällen um 6,9 Prozent (+1698) im zweiten Jahr in Folge angestiegen. Allein 926 Diebstählen aus Wohnungen und Häusern zählten die Beamten. Das sind 18,9 Prozent mehr als 2014 (779).

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