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Was fehlt, sind Freizeitangebote

Neumühlen-Dietrichsdorf Was fehlt, sind Freizeitangebote

Die Fachhochschule (FH) Kiel, die seit Anfang der 1990er-Jahre schrittweise nach Neumühlen-Dietrichsdorf umgezogen ist, hat sich auf dem Kieler Ostufer längst etabliert. Schleswig-Holsteins größte Fachhochschule zählt mittlerweile über 7000 Studierende.

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Neue Impulse zur Entwicklung von Neumühlen-Dietrichsdorf: BWL-Masterstudierende der Fachhochschule haben in mehreren Projektgruppen Strategien zur Entwicklung des Ostufer-Stadtteils aufgestellt.

Quelle: Volker Rebehn

Neumühlen-Dietrichsdorf. Aber: Hochschule und Stadtteil sind immer noch nicht so vernetzt wie anfangs erhofft. Daher haben Masterstudierende der Betriebswirtschaftslehre (BWL) jetzt in dem Projekt „Stadtteilentwicklung Neumühlen-Dietrichsdorf“ unter der Leitung von Prof. Peter Franke Zukunftsvisionen für den Stadtteil entwickelt.

 Leben kehrt ein, wenn die Studierenden auf den FH-Campus strömen. Fast alle kommen dabei von außerhalb, nutzen meist öffentliche Verkehrsmittel. Doch diese fahren, so eines der Untersuchungsergebnisse der BWL-Studierenden, zu selten. Zudem seien Busse und Schiffsfähren nicht auf das Vorlesungsprogramm abgestimmt. Nach Ende der Vorlesungen würden fast alle den Stadtteil wieder verlassen. Das Problem: Der Stadtteil bietet zwar zahlreiche günstige Wohnungen, ist für junge Leute aber als dauerhafter Aufenthaltsort recht unattraktiv. Dabei sehen die BWL-Studierenden durchaus Potenziale: Mit einer entsprechenden Werbestrategie, weiteren Geschäften und Freizeitmöglichkeiten – unter anderem mehr Gastronomie oder Beachvolleyball am Strand in Hasselfelde sowie einem Fitnesscenter – könnte sich nach und nach ein attraktiver Stadtteil entwickeln.

 Mit Blick auf die Zahlen scheint das Kieler Ostufer als Wohnort für die FH-Studierenden dann doch interessant: Von den 3833 FH-Studierenden, die in Kiel leben (Stand März 2015), wohnen immerhin 1084 auf dem Ostufer – aber nur 385 in Neumühlen-Dietrichsdorf. Gelungen sei es, den Hochschulcampus dank Bunker-D, Mediendom und Computermuseum, als Kulturinsel Dietrichsdorf zu etablieren. Gelänge es darüber hinaus, für den Stadtteil ein eigenes Image mit dauerhaftem Wiedererkennungswert zu entwickeln, so die BWL-Studierenden, dürfte die „Marke Neumühlen-Dietrichsdorf“ noch mehr junge Menschen anziehen.

 Gernot Starke, Ortsbeiratsvorsitzender in Neumühlen-Dietrichsdorf, lobte den Ansatz der FH-Studierenden, den Stadtteil mit Werkzeugen des strategischen Managements unter die Lupe zu nehmen. „Das ist sonst bei Wirtschaftsunternehmen üblich“, sagt er. Er habe sehr viele positive Ansätze und Anregungen ausgemacht, die weiterverfolgt werden sollten. Er denkt daran, Ergebnisse des studentischen Projekts in einer Ortsbeiratssitzung vorstellen zu lassen.

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