6 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
Hinterbliebene stimmen Vorschlag zu

Niemeyer-Kapelle Hinterbliebene stimmen Vorschlag zu

Die Suche geht weiter: Nach dem neuen Wirbel um den Standort für die Erinnerungskapelle nach einem Entwurf des brasilianischen Star-Architekten Oscar Niemeyer hat die Stadt Kiel auf Proteste reagiert und Position bezogen.

Voriger Artikel
Leßmann wird Kreisvorsitzende
Nächster Artikel
Vor dem Traumjob zur Messe

Die Stadt versichert, dass Entwurf und Zeichnungen von Niemeyer erstellt und von dem Architekten Moritz Kock in Modell und Plänen weiter ausgearbeitet worden sind.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Zusammen mit dem Verein der Hinterbliebenen der Opfer des Flugzeugabsturzes 2009 appelliert sie, die Pläne für den Gedenkort und offene Fachfragen sachlich, „frei von Irritationen“ oder Vermutungen“ weiter zu diskutieren. Aufgeworfene Fragen zur Beziehung zwischen Bauwerk und Ort sowie zum originalen Niemeyer-Entwurf könnten „hilfreich“ sein.  Der Verein der Hinterbliebenen schließt sich demnach dem Vorschlag des Ortsbeirates Wik an, die Orchideenwiese in die weitere Prüfung für das Bauvorhaben einzubeziehen.

Die Stadt versichert in der Stellungnahme, dass Entwurf und Zeichnungen von Niemeyer erstellt und von dem Architekten Moritz Kock, eines der 228 Absturzopfer, in Modell und Plänen weiter ausgearbeitet worden sind. Niemeyer habe dies durch seine Unterschrift auf dem Modell und in einer beglaubigten „Urheberrechtsübertragung“ bestätigt.  Der Bund Deutscher Architekten in Kiel hatte die Echtheit des Entwurfs in einem offenen Brief in Frage gestellt und das Verfahren zur Standortfindung über die Ortsbeiräte  als unangemessen bezeichnet.

Angestoßen wurden diese Pläne von Fernanda Gräfin von Oppersdorff, Witwe von Moritz Kock bereits vor mehr als fünf Jahren. Da ihr Mann in Schilksee aufgewachsen war, sollte der Gedenkort zuerst dort entstehen. Doch nach heftigen Protesten von Anwohnern zog sie das Angebot 2014 zurück. Der Hinterbliebenen-Vereine startete daraufhin gemeinsam mit der Stadt eine neue Initiative. „Dafür wurden die Ortsbeiräte der am Wasser gelegenen Stadtteile gebeten, die aus ihrer Sicht möglichen Standorte zu benennen“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt, die betonte, dass die Kapelle „bewusst nicht für einen spezifischen Standort entworfen worden sei. Sollte der Ortsbeirat endgültig grünes Licht für die Pläne geben, wird die Verwaltung den Beirat für Stadtgestaltung einbeziehen. Das letzte Wort über die Bereitstellung des städtischen Grundstücks hat  die Ratsversammlung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Kieler Förde

Schiffspositionen in
der Kieler Förde, dem
NOK und der Ostsee.

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Alternative Portugal
Foto: Das Modell für die Niemeyer-Kapelle trägt laut Kock-Sohn Bernhard von Oppersdorf die Unterschrift von Oscar Niemeyer.

Kommt die Erinnerungskapelle nach Kiel oder nicht? Die Chancen, dass der Sakralbau nach dem Entwurf des brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer in der Landeshauptstadt steht, sind gesunken. In Portugal bietet sich ihm womöglich eine bessere Standort-Alternative.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3