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Korallenforscher werden ausgezeichnet

Norddeutscher Wissenschaftspreis Korallenforscher werden ausgezeichnet

Ein länderübergreifendes Forschungsprojekt mit Beteiligung des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung hat am Freitag den Norddeutschen Wissenschaftspreis 2015 erhalten. Dem länderübergreifenden Team gehören auch Wissenschaftler der Universität Bremen und des Leibniz-Instituts Senckenberg am Meer in Wilhelmshaven an.

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Verleihung des Wissenschaftspreises durch Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) an (von links) die Professoren Christian Dullo (Kiel), Dirk Hebbeln (Bremen) und André Freiwald (Wilhelmshaven) für die Forschung an Kaltwasserkorallen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Den bisher wenig beachteten Kaltwasserkorallen, mit ihrer Vorliebe für finstere Tiefen und arktische Kälte, galt am Freitag die volle Zuwendung. Ein Team aus Wissenschaftlern des Geomar-Helmholtz-Zentrums in Kiel, der Universität Bremen und des Leibniz-Instituts Senckenberg in Wilhelmshaven erhielt den mit 100000 Euro dotierten Norddeutschen Wissenschaftspreis. Die Forscher beschäftigen sich seit 15 Jahren mit den gefährdeten Wassertieren und untersuchen gemeinsam den Einfluss von Umweltveränderungen auf ihre Ökosysteme.

Den Preis loben die Wissenschaftsressorts der Länder Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern im vierten Jahr aus. Er sei gedacht als Beitrag zur Profilierung der Forschungslandschaft in den Küstenländern, die im Nord-Süd-Vergleich gelegentlich etwas unterschätzt werde und durchaus exzellente Qualität zu bieten habe, sagte Wissenschaftsministerin Kristin Alheit (SPD) bei der Preisübergabe. Schleswig-Holstein hat dieses Jahr den Vorsitz der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz.

Bei ihrer Tagung am Vormittag hatten die Ministerien der fünf Bundesländer das Siegerteam aus insgesamt acht eingereichten Projekten im Bereich Klima- und Umweltforschung ausgewählt. In der Endausscheidung setzten sich die Preisträger gegen das Projekt „Genus“ durch, bei dem sich Forscher aus vier Hochschulen ohne Kieler Beteiligung mit dem Benguela-Auftriebsgebiet vor Südwest-Afrika befasst hatten. Prof. Christian Dullo vom Geomar- Helmholtz-Zentrum war über die Ehrung glücklich: „Ich freue mich riesig, und ich hatte es nicht unbedingt erwartet.“ Das Preisgeld werde in die weitere Forschung der Kaltwasserkorallen fließen, kündigte er an.

Mit dem Preis sollen herausragende, länderübergreifende Wissenschaftskooperationen gewürdigt werden. „Es besteht – das haben inzwischen fast alle begriffen – ein objektives und elementares Interesse an Klima- und Umweltforschung“, sagte Alheit. Hier würden die Weichen gestellt für Ernährung und Energiegewinnung der Zukunft und letztlich für ökologische Überlebensfragen der Menschheit.

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Geomar Kiel
Foto: Will Naturstoffe aus dem Meer für den Menschen nutzbar machen: Prof. Deniz Tasdemir vom Geomar-Zentrum für Marine Biotechnologie.

Deniz Tasdemir, Professorin der Marinen Naturstoffchemie, hat das Kieler Wirkstoff-Zentrum (Kiwiz, 2006 gegründet) im August 2014 übernommen. Mit Elan und ihren zehn Mitarbeitern hat sie die Facheinrichtung in der Wik neu aufgestellt. Mit dem neuen Namen „Geomar-Biotech“ wird die Neuausrichtung nun auch nach außen hin sichtbar.

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