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Pläne bleiben noch in der Schublade

Nordlicht in Kiel Pläne bleiben noch in der Schublade

Seit gut einem Jahr liegt ein sogenanntes „Vitalisierungskonzept“ für das Nordlicht-Geschäftshaus nun schon auf Eis. Grund dafür ist ein zäher Streit zwischen Eigentümer und dem mit dem Nordlicht-Bau beauftragten Generalunternehmer vor dem Oberlandesgericht Hamburg. Jetzt zeichnet sich eine Lösung ab.

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Kehrt hier bald mehr Leben ein? Das Nordlicht-Einkaufszentrum am Ende der Holstenstraße in Kiel.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Nach KN-online-Informationen könnte der schon eineinhalb Jahre währende Streits noch in diesem Jahr gelöst werden. Dies könnte den Weg zu einem Entwicklungsschub für das bislang viel gescholtene Geschäftshaus endlich frei machen.

 Zu unübersichtlich, zu dunkel im Untergeschoss, zu wenig Aufenthaltsqualität: Die Liste der von Mietern wie Bürgern in der Vergangenheit reichlich beklagten Defizite ist lang. Hinzu kommt noch ein weiteres Manko: Seit Baufertigstellung Ende 2012 steht eine rund 650 Quadratmeter große Fläche mit Panorama-Aussichtsmöglichkeit über den Bootshafen leer. Doch selbst dieser „Sahne“-Blick auf Wasser und Schiffe konnte ein entscheidendes Manko bislang nicht kompensieren: Es gibt keinen ausreichend großen Zugang vom Bootshafen aus zu der Fläche über dem Restaurant Cup&Cino. Doch jetzt zeichnet sich offenbar trotzdem ein Ende dieses Leerstands ab. Auf Nachfrage bestätigt Center-Manager Norbert Fels, dass es zwei „ganz konkret interessierte“ Bewerber für diese Fläche gibt: eine Tanzschule sowie einen Gastronomen mit einem „gehobenen“ Asia-Konzept. Anfang kommenden Jahres soll es dann soweit sein: „Dann wird einer von beiden einen Mietvertrag unterschrieben haben und die Umbauarbeiten können losgehen.“

 Wann das Vitalisierungskonzept mit einem Volumen eines „hohen sechsstelligen Betrages“ umgesetzt werden kann, hängt laut Fels vom Ende des Streits vor Gericht ab. Im Wesentlichen geht es dabei um die knifflige Frage, welche Leistungen der Generalunternehmer laut seinem Auftrag hätte umsetzen müssen und welche nicht. Der Eigentümer der Immobilie, die europaweit agierende Investmentgesellschaft Aerium mit Hauptsitz in London, sieht hier offenbar erhebliche Versäumnisse seitens des Bauunternehmens.

 Mehr als 1000 Einzelpunkte in rund 300 Aktenordnern – vom Klingelknopf bis zur Effizienz der Energieversorgung – müssten nach Angaben des Centermanagers von den Juristen geprüft und bewertet werden: „Aber so lange der Streit nicht entschieden ist, dürfen wir am Haus keine großen Veränderungen vornehmen, so liebend gern ich das auch tun würde. “

 Wie bereits berichtet, beinhaltet das umfangreiche „Vitalisierungskonzept“ unter anderem eine neue Farbgestaltung im Innenbereich, bessere Wegeführung zu den Geschäften vor allem im Untergeschoss sowie eine bessere Ausleuchtung des Gebäudes – auch durch leuchtende Logos auf den Fassaden Richtung Holstenstraße sowie zum Bootshafen.

 Ein paar kleinere Veränderungen hat Fels schon umgesetzt. Im Untergeschoss entstand ein Kunden-WC, die Sicherheits-, Licht- und Klimatechnik wurde ebenso auf den neuesten Stand gebracht wie die in der Anfangsphase gelegentlich „muckenden“ Aufzüge und Schranken im unmittelbar angrenzenden Parkhaus. „Hell, sicher, sauber“ sei das Nordlicht jetzt, betont Fels. Auch die Mieter seien durchweg zufrieden, sie berichteten mittlerweile über „richtig ordentliche Umsatzsteigerungen“. Den Hauptgrund dafür sieht Fels in einer zunehmenden Akzeptanz des Hauses durch die Kunden: „So langsam hat sich das Nordlicht am Markt etablieren können.“

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Seit Fertigstellung Ende 2012 glimmt das „Nordlicht“ eher, statt zu strahlen. Jedenfalls in der Wahrnehmung vieler Kunden und Passanten, die nach wie vor fremdeln mit diesem Klotz, der trotz bester Lage keine rechte Lust auf ausgiebiges Shoppen und Verweilen aufkommen lässt.

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