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Notarzteinsatzwagen überschlägt sich

Preetzer Straße Notarzteinsatzwagen überschlägt sich

Drei Verletzte und zwei total zerstörte Autos: Das ist die Bilanz eines schweren Zusammenstoßes eines Notarzteinsatzwagens mit einem Audi auf dem Schwedendamm am Montagmittag.

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Ein Notarzteinsatzwagen ist auf der Fahrt zu einem Patienten mit einem anderen Auto zusammengestoßen.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Gegen 12.50 Uhr war das mit einem Arzt und einem Rettungsassistenten besetzte Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn in Richtung Preetzer Straße unterwegs. Es ist bereits der zweite schwere Unfall mit einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr in jüngster Zeit. Erst am 18. Oktober war ein Rettungswagen auf der Kreuzung Westring/Eckernförder Straße bei einer Einsatzfahrt mit einem Taxi kollidiert.

Hier finden Sie Fotos vom Unfall auf der Preetzer Straße.

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Am Montag erwischte es nun einen 80000 Euro teuren Notarztwagen, der sich überschlug und auf dem Dach liegen blieb. „Den beiden Kollegen geht es den Umständen entsprechend gut. Nach derzeitigem Stand haben sie nur Prellungen erlitten“, sagt Ulrich Hackenberg vom Direktionsdienst der Kieler Berufsfeuerwehr.Der Audi traf den Notarztwagen mit großer Wucht an der Fahrerseite mitten auf der Kreuzung. Warum der der 25 Jahre alte Fahrer das Einsatzfahrzeug überhörte und übersah, ist noch unklar. Nach Polizeiangaben hatten an der Ampel andere Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse für das Einsatzfahrzeug gebildet. Der Audi-Fahrer war auf der Sörensenstraße in Richtung Werftstraße unterwegs. Auch er kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Wenige Unfälle bei 60000 Fahrten pro Jahr

Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass der Notarztwagen umstürzte und auf dem Dach über eine Verkehrsinsel schleuderte. Der umgestürzte Notarztwagen und der schwerbeschädigte Audi wurden abgeschleppt. Die Retter waren auf dem Weg in die Stoschstraße zu einem möglichen Infarktpatienten unterwegs. Nach Angaben der Rettungsleitstelle wurde ein zweites Notarztfahrzeug zu dem Notfall geschickt. Die Besatzung konnte den Einsatz aber abbrechen, da sich der Verdacht auf einen Infarkt nicht bestätigte.

Die Fahrt unter Martinshorn und Blaulicht ist nicht ungefährlich. Etwa 60000 Einsatzfahrten gibt es in Kiel pro Jahr. Im Schnitt hat die Kieler Feuerwehr dabei einen Unfall pro Jahr. Schwere Unfälle sind aber seltener. 2012 gab es einen Unfall, bei dem am Dreiecksplatz ein Einsatzleitwagen zum Totalschaden wurde. 2011 war ein Notarzteinsatzwagen schwer verunglückt.

Alle Fahrer von Einsatzfahrzeugen werden in Kiel besonders geschult. „Unsere Leute durchlaufen dasselbe Training für das Fahren mit Sonderrechten, das auch die Polizei macht“, sagt Hackenberg. Gleichzeitig wurde die optische und akustische Ausstattung verbessert. Laute Signalhörner, Blitzlichter und schrille Farben sollen andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig warnen. Fakt ist, dass die Autos gegen Geräusche immer besser isoliert werden. „Das ist ein Problem. Bei uns hat sich das Sprunglicht bewährt“, sagt Hackenberg. Dabei leuchtet das Fernlicht im Takt und zeigt gerade bei der Annäherung von hinten gute Wirkung, da das Martinshorn immer öfter überhört wird.

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