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Gedenktafel für Einstein enthüllt

95. Jahrestag Gedenktafel für Einstein enthüllt

Eine Gedenktafel für Albert Einstein (1879-1955) ist am Dienstag in Kiel eingeweiht worden. Anlass war der 95. Jahrestag eines Vortrags des jüdischen Physikers über seine Relativitätstheorie im Kieler Gewerkschaftshaus am 15. September 1920.

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 Prof. Dr. Karin Schwarz (von links), CAU-Vizepräsidentin für Forschung, Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Frank Hornschu, Geschäftsführer und Vorsitzender des DGB Kiel Region enthüllen die Gedenktafel am Gewerkschaftshaus.

Quelle: Sven Janssen

Kiel . Direkt am Eingang, rechts neben der Haupttüre des Gewerkschaftshauses in Kiel, schaut nun ein älterer Herr mit wuschelig-grauen Haaren und einem messerscharfen Blick auf die Passanten. Er hört auf den Namen Albert Einstein und gehört ab sofort zum Straßenbild der Legienstraße. Die Christian- Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatten zur feierlichen Einweihung der Albert-Einstein-Gedenktafel in das Gewerkschaftshaus geladen.

„Wir erinnern uns, auf den Tag genau 95 Jahre ist es her, dass Albert Einstein seine Relativitätstheorie hier im Gewerkschaftshaus Tausenden Kielern – verständlich – erklärte“, sagte Frank Hornschu, Geschäftsführer der DGB Region Kiel, zur Begrüßung. Unter ihnen befand sich neben Oberbürgermeister Ulf Kämpfer auch Prof. Karin Schwarz, Vizepräsidentin der CAU. „Aus Sicht der Universität hat keiner was dagegen, dass diese Tafel hier hängt. Doch noch toller wäre es gewesen, wenn unsere Universität in der Lage gewesen wäre, Albert Einstein in unsere Hochschule einzuladen“, sagte Schwarz. Bekanntlich durfte Einstein aufgrund seines jüdischen Glaubens nicht an der Universität sprechen. In diesem Sinne ist die Einsteinsche Gedenktafel am Gewerkschaftshaus in guter Gesellschaft. Rechts neben Einstein hängt das KN-Plakat „Refugees welcome“, und links heißt es in großen Lettern „Kein Platz für Rassismus“.

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