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OB-Wahl: FDP favorisiert Meyer

Kiel OB-Wahl: FDP favorisiert Meyer

Ihre erste gemeinsame Vorstellungsrunde hatten die drei von Parteien unterstützten Bewerber um die Kieler Verwaltungsspitze Ende September bei den Liberalen. Dort warben Susanne Gaschke (SPD), Gert Meyer (CDU) und Andreas Tietze (Grüne) für ihre Positionen und schärften ihr Profil. Die Entscheidung im Kreisvorstand der Kieler FDP ist jetzt einstimmig gefallen.

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Die FDP empfielt, Gert Meyer zum neuen Oberbürgermeister zu wählen.

Quelle: Rainer Pregla/Archiv

Kiel.   Er empfiehlt seinen etwa 200 Mitgliedern, Gert Meyer zum neuen Oberbürgermeister zu wählen. Mit dem 41-jährigen früheren Kämmerer gebe es die größten politischen Schnittmengen.

Sebastian Blumenthal, der liberale Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete, listete verschiedene Gründe für die Wahlempfehlung auf. Doch vor allem gehe es den Liberalen um „ein Umdenken im Umgang mit den Haushaltsmitteln und klare Priorisierungen.“ Er erteilte der aus seiner Sicht bei Rot-Grün weit verbreiteten Mentalität des Mitnehmens von Fördermitteln und weiteren Schuldenaufnahmen eine Absage: „Hier zeigt sich Gert Meyer unseren Positionen am ehesten aufgeschlossen.“

Die Wahlempfehlung kommt nicht überraschend, zumal die Liberalen bereits in den Oberbürgermeister-Wahlkämpfen 2003 und 2009 der Christdemokratin Angelika Volquartz gegenüber ihren jeweiligen SPD-Herausforderern Jürgen Fenske (2003) und Torsten Albig (2009) den Rücken gestärkt hatten. Politisch finden sich CDU und FDP in der Ratsversammlung oft auf einer Linie: Das gilt nicht nur im Finanzkurs, sondern auch in der Ablehnung der Stadtregionalbahn und des Kleinen-Kiel-Kanals: zu teuer, nicht realisierbar. Bei Gaschke und Tietze hingegen vermisst der Kreisvorstand den „entschlossenen Willen“ zur Haushaltskonsolidierung und nachhaltigen Finanzpolitik. Er wirft ihnen vor, parteipolitisch gefärbte Lieblingsprojekte zu verfolgen. Eine solche Vorgehensweise, warnte er, hätten die Stadt wie auch das Land an den Rand der politischen Handlungsfähigkeit gedrängt. Als weiteren Pluspunkt bescheinigt Blumenthal dem früheren Stadtrat „unverzichtbare Erfahrung und Detailkenntnisse in der Kieler Stadtverwaltung“.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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