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OB Kämpfer legt sein Gehalt offen

Offenlegungsgesetz OB Kämpfer legt sein Gehalt offen

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) aus Kiel hat sein Gehalt offengelegt. Hintergrund ist das sogenannte Vergütungsoffenlegungsgesetz, das Schleswig-Holsteins Landtag im Juni verabhschiedet hatte. Es sieht vor, dass die Bezüge von Führungskräften und Aufsichtsräten in öffentlichen Unternehmen vom 1. Januar 2016 an veröffentlicht werden.

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Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer hat sein Gehalt offengelegt.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Das Amt des Oberbürgermeisters beschert Ulf Kämpfer gleich ein ganzes Dutzend weiterer ehrenamtlicher Aufgaben und bezahlter Nebentätigkeiten. Das geht aus einer Liste hervor, die der Kieler Verwaltungschef gestern veröffentlicht hat. Darin ist nachzulesen, in welchen Aufsichtsräten Kämpfer sitzt und welche Vergütung er dafür erhält. Hintergrund der Transparenzoffensive ist das im Juni vom Landtag beschlossene Vergütungsoffenlegungsgesetz. Es sieht vor, dass die Bezüge von Führungskräften und Aufsichtsräten in öffentlichen Unternehmen vom 1. Januar 2016 an veröffentlicht werden. Nach dem Landrat von Rendsburg-Eckernförde, Rolf-Oliver Schwemer, der als Erster vorgeprescht ist, legt nun auch Ulf Kämpfer alles offen.

Kein großes Geheimnis ist das eigentliche Gehalt als Oberbürgermeister. Es richtet sich nach der Kommunalbesoldungsverordnung, wonach Oberbürgermeister in kreisfreien Städten mit mehr als 150000 Einwohnern in die Besoldungsgruppe B9 eingestuft werden. Im Klartext heißt das: Kämpfer bezieht ein Bruttojahresgehalt in Höhe von 124175,76 Euro. Darin sind neben dem Grundgehalt auch Familien- und Kinderzuschläge sowie Vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers enthalten. Oben drauf kommt eine steuerfreie Aufwandsentschädigung in Höhe von 400 Euro monatlich für die „durch das Amt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung“.

Als Oberbürgermeister sitzt Kämpfer aber auch in zahlreichen Gremien und erhält auch dafür unterschiedlich hohe Vergütungen. 900 Euro monatlich erhält er als Mitglied des Verwaltungsrats der Förde Sparkasse. Im kommunalen Beirat der MVV Energie gibt es 500 Euro pro Sitzung. Allerdings gibt es in der Regel nur eine Sitzung pro Jahr. 51,13 Euro pro Sitzung bekommt Kämpfer als Aufsichtsratsmitglied der Seehafen Kiel Verwaltungs-GmbH (etwa fünf Mal pro Jahr) und 13 Euro als Mitglied des Zweckverbandes Förde-Sparkasse. Darüber hinaus sitzt Kämpfer im Werkausschuss des Eigenbetriebs Beteiligungen der Stadt, im Aufsichtsrat der Kieler Wirtschaftsförderungsgesellschaft und im kommunalen Beirat der Stadtwerke. Für diese Tätigkeiten gibt es keinen Cent extra. Dies gilt auch für seinen Vorsitz im Verein Kiel Marketing oder im Kuratorium der Stiftung „Bildung macht stark“. Auch vom Städtetag oder der Kiel Region GmbH gibt es keine Vergütung.

Als Vertreter der Landeshauptstadt gehört Kämpfer schließlich auch noch dem Gläubigerausschuss im Insolvenzverfahren Uthoff an. Ein Salär gibt es dafür natürlich nicht. Weitere Nebentätigkeiten, die nicht im Zusammenhang mit dem Amt stehen, übt Kämpfer ausdrücklich nicht aus.

Infos unter www.kiel.de/ob

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Ein Artikel von
Bodo Stade
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