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Ein Fall für die Unfallkommission

Olof-Palme-Damm Ein Fall für die Unfallkommission

Nach dem dritten schweren Unfall ist der Olof-Palme-Damm jetzt unter Beobachtung. Die Hoffnungen ruhen darauf, dass sich mit der Aufhebung der Baustelle die Lage beruhigt. Die Unfallkommission prüft auch weitere verschiedene Maßnahmen. Unter anderem ein niedrigeres Tempolimit wird diskutiert.

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Bei einem dritten Unfall innerhalb weniger Tage wurden am Mittwoch auf dem Olof-Palme-Damm zwei Menschen schwer verletzt. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und musste eine Fahrerin aus ihrem Auto befreien.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Der Streckenabschnitt der B76 zwischen Eckernförder Straße und der Abfahrt Holsteinstadion ist inzwischen Thema der Unfallkommission, in der Vertreter der Polizei, des Ordnungsamtes Kiel und des Landesbetriebs Straßenbau zusammen sitzen. „Wir haben die Entwicklung seit dem zweiten Unfall in der vergangenen Woche im Blick“, sagt Stefan Kalinowski, Leiter des Sachgebiets Verkehr der Polizeidirektion Kiel. Nähere Angaben zu dem jüngsten Auffahrunfall vom Mittwoch konnte Kalinowski noch nicht machen. Der offizielle Unfall-Bericht zum jüngsten Crash lag noch nicht vor. Es gibt bislang lediglich Zeugenaussagen.

Wie berichtet, hatte es am Mittwochabend die dritte Massenkarambolage seit dem 27. September gegeben. Diesmal waren vier Fahrzeuge beteiligt. Zwei Menschen wurden schwer verletzt. Die Straße musste für mehr als eine Stunde in Fahrtrichtung Norden voll gesperrt werden. Sicher ist schon jetzt: Das Phänomen der Auffahrunfälle tritt in dem Bereich stets am Nachmittag auf, wenn der Berufsverkehr einsetzt und viele Pendler Kiel in Richtung Norden sowie nach Gettorf und Eckernförde verlassen. Am Mittwoch krachte es um 17.30 Uhr. Die beiden schweren Unfälle zuvor passierten rund eine Stunde vorher.

Ein erster Schritt ist in Sicht. „Zum Wochenende soll die Baustelle, die zu der Verengung am Abzweiger führt, wieder zurückgebaut werden“, sagt Kalinowski. Der zweispurige Abzweiger ist aufgrund von Asphaltierungsarbeiten auf der B76 zwischen Levensauer Hochbrücke und Holstein-Zufahrt auf eine Spur verengt worden. „Wenn diese Verengung weg ist, löst sich das Problem vielleicht schon von selbst. Ohne Stau gibt es dann auch keinen Grund für Bremsmanöver“, hofft Kalinowski. Trotz dieser Änderung werde sich die Unfallkommission den Bereich gezielt anschauen. Das Gremium denkt nach KN-Informationen darüber nach, dort die zulässige Höchstgeschwindigkeit von derzeit 100 Kilometer pro Stunde zu reduzieren. Auch ein Spurwechsel-Verbot vor dem Kreisel ist im Gespräch.

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Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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