23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Referendum: Der Countdown läuft

Olympia in Kiel Referendum: Der Countdown läuft

Die Entscheidungsfindung geht in die Endrunde: Am 29. November können etwa 198000 Kieler und Kielerinnen darüber abstimmen, ob sie Olympische Sommerspiele 2024 an der Förde wollen oder nicht. Gegner und Befürworter eint, dass sie an die Bürger appellieren, ihr Kreuz zu setzen.

Voriger Artikel
„Gorch Fock“ wieder auf Heimatkurs
Nächster Artikel
Vater missbraucht Tochter: Haftstrafe

Olympia ja oder nein? Bisher haben etwa 2000 Bürger ihre Stimme per Briefvotum abgegeben.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Bei den Olympia-Verantwortlichen macht sich unterdessen die Sorge breit, dass die Terrorgefahr und die Absage des Länderspiels in Hannover das Olympia-Referendum in Hamburg und Kiel negativ beeinflussen könnten. Bis gestern haben knapp 10000 Kieler Briefabstimmung beantragt, fast 2000 Stimmen wurden bereits abgegeben. Diese Zahlen liegen unter den vergleichbaren Werten vom März 2014, als der Bürgerentscheid zu Möbel Kraft mit der Oberbürgermeister-Wahl zusammenfiel.

Albig: "Werden von Olympischen Spielen profitieren"

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer glaubt jedoch fest daran, dass die Mehrheit „in unserer Stadt dafür ist, dass 2024 vor Kiel um olympische Medaillen gesegelt wird“. Wie er sieht auch Ministerpräsident Torsten Albig Olympia als eine einmalige Chance. Es gehe auch um ein besonders wichtiges Signal in diesen Tagen, verweist der Regierungschef auf das friedliche Miteinander im sportlichen Wettbewerb: „Wir in Schleswig-Holstein werden von den Olympischen Spielen profitieren, sei es durch mehr Arbeitsplätze, modernisierte Infrastruktur oder Steigerung unserer touristischen Attraktivität.“ Auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, beschwört den Sport, dem Terror die Stirn zu bieten. Gerade die olympische Idee trage zur Völkerverständigung bei. Für Florian Jansen von den Kieler Linken handelt es sich bei Olympia dagegen um ein „größenwahnsinniges Projekt“: Die Bürger hätten andere Sorgen als, so Jansen, eine „Zig-Millionen-Euro-Party, zum Beispiel bezahlbaren Wohnraum, ausreichend Kita-Plätze, sanierte Schulen“. Der Linke wirbt für ein Nein bei der Abstimmung.

Eindeutige Fragestellung

Anfang November gingen die Unterlagen samt Pro- und Kontra-Argumenten sowie einer Anleitung zum Abstimmen heraus. Im Gegensatz zum Bürgerentscheid zur Ansiedlung von Möbel Kraft ist die Formulierung der Frage dieses Mal eindeutig: „Sind Sie dafür, dass sich die Landeshauptstadt Kiel im Rahmen der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Freien und Hansestadt Hamburg um die Ausrichtung der Olympischen und ggf. Paralympischen Segelwettbewerbe im Jahr 2024 bewirbt?“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Events in Kiel

Veranstaltungen in Kiel
Aktuelle Termine, News, Infos.

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Konzept vorgestellt
Foto: Grüne Olympische Spiele soll es nach Meinung der Hamburger Grünen 2024 geben.

Können Olympische Spiele nachhaltig sein? Hamburgs Umweltsenator meint ja und legt ein Nachhaltigkeitskonzept vor. Umweltschützer halten das aber für lahm und unverbindlich.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3