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In voller Sportmontur ins Kieler Rathaus

Olympiabewerbung 2024 In voller Sportmontur ins Kieler Rathaus

Von Fechten über Gewichtheben bis hin zum Rudern: Rund 50 Breitensportler aus der Region enterten am Freitagnachmittag das Foyer des Kieler Rathauses. Das entsprechende Sportoutfit war da natürlich Ehrensache.

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Vom Kanuten bis hin zur Gewichtheberin: Rund 50 Breitensportler aus der Region versammelten sich am Freitagnachmittag in der Rotunde des Kieler Rathauses, um ein Zeichen für Olympia 2024 zu setzen. Es seien nahezu alle olympischen Sportarten vertreten gewesen, sagt Arne Gloy, Pressesprecher der Stadt Kiel.

Quelle: Volker Rebehn

Kiel. „Wir wollen mit dieser Aktion noch einmal auf den Bürgerentscheid am 29. November aufmerksam machen“, sagt Stadtrat Gerwin Stöcken, der das kurze Zusammentreffen zusammen mit dem Sportverband Kiel organisiert hatte.

 Langsam hebt Désirée Schrödter die Langhantel über ihren Kopf. Keine leichte Aufgabe. Schließlich muss die Gewichtheberin vom TuS Gaarden mehr als 40 Kilo in die Höhe stemmen. Noch einmal nachgreifen, dann klappt es. „Ich habe mich viel damit beschäftigt, ob ich für oder gegen Olympia stimme“, sagt die 24-Jährige, die erst vor wenigen Wochen den zweiten Platz bei den Norddeutschen Meisterschaften belegt hat. Schlussendlich habe sie sich dann aber für ein Kreuz bei Ja entschieden. „Aus diesem Grund bin ich heute auch hier. Ich möchte auch andere motivieren, ihre Stimme abzugeben.“ Von der Olympia-Bewerbung erhofft sich die Kielerin vor allem eines: eine nachhaltige Wirkung – nicht nur für den Spitzen-, sondern auch für den Breitensport. „Außerdem setze ich voll auf den Ausbau des Kieler Fahrradnetzes.“

 Auch Martin Meyhoff vom Kieler Radsportverein hat sich die Zeit genommen, um mit seinen Sportkollegen ein Zeichen für Olympia zu setzen. „Das Thema liegt mir sehr am Herzen“, so der 45-Jährige, der extra sein Rennrad mitgebracht hat. „Obwohl ich eigentlich davon ausgehe, dass die Kieler sowieso mehrheitlich dafür stimmen werden.“ Ähnlich optimistisch zeigt sich Arne Möller: „Das Votum geht für Kiel gut aus“, sagt der Ruderer bestimmt. Durch den Zuschlag erhofft sich der Sportler und Jugend-Trainer einen verstärkten Ausbau der Infrastruktur zwischen Hamburg und Kiel. Und wer weiß, vielleicht sei ja auch einer seiner Schützlinge 2024 mit dabei, so der 21-Jährige.

 Der Kieler Sport spreche sich in seiner ganzen Breite noch einmal für Olympia 2024 in der Landeshauptstadt aus, sagt Arne Gloy, Pressesprecher der Stadt. „Ich glaube, dass der Anblick dieser durchtrainierten Athleten zumindest den einen oder anderen Abstimmungsmüden am letzten Novemberwochenende doch noch an die Wahlurne lockt“, ergänzt Stöcken. Schließlich sei das einfach eine riesige „Sympathie-Aktion“.

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Ein Artikel von
Jana Ohlhoff
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