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Vergnügungsstätten in Kiel weiter erschwert

Ortsbeirat Mitte Vergnügungsstätten in Kiel weiter erschwert

Die Kieler Innenstadt soll frei von Vergnügungsstätten bleiben. Das hat sich die Verwaltung groß auf die Fahnen geschrieben. Im Ortsbeirat Mitte wurden die entsprechenden Bebauungspläne schon einmal beschlossen.

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Die Spielbank bleibt am Bootshafen bestehen. Damit der Rest der Innenstadt frei von Vergnügungsstätten, Wettbüros und Bordellen bleibt, will die Verwaltung drei entsprechende Bebauungspläne auf den Weg bringen.

Quelle: Katja Schweckendiek

Kiel. Um zu verhindern, dass sich Spielhallen, Wettbüros und Co. zwischen Bahnhof und Bootshafen ansiedeln und negative städtebauliche Entwicklungen in der näheren Umgebung nach sich ziehen, liegen für die jeweiligen Bereiche nun Entwürfe entsprechender einfacher Bebauungspläne vor. Im Rahmen der öffentlichen Bürgerbeteiligung stellte Norbert Will vom Stadtplanungsamt diese im Ortsbeirat Mitte vor und bat die Mitglieder des Stadtteilgremiums um ihre Zustimmung.

Bereits in der Mai-Sitzung hatte ein Vertreter der Verwaltung Leitlinien vorgestellt, nach denen die Stadt zukünftig die Ansiedlung von Vergnügungsstätten in der Innenstadt auf die drei Bereiche Wall, Casino am Bootshafen und CAP konzentrieren will. Grund dafür waren zahlreiche Anfragen zur Eröffnung entsprechender Etablissements im gesamten Innenstadtbereich. Um zu verhindern, dass diese sich ungesteuert rund um die Holstenstraße und die Andreas-Gayk-Straße ausbreiten, brauchte die Verwaltung ein Instrument, für eine begründete Ablehnung.

Diese Leitlinien wurden Anfang September vom Bauausschuss beschlossen. Drei online einsehbare Bebauungspläne mit den Nummern 1001, 1007 und 1008 machen das Vorhaben konkret. „Es handelt sich um einfache B-Pläne“, erklärte Norbert Will vom Stadtplanungsamt. „Das heißt, die Bebauungspläne enthalten als einzige Festsetzung den Ausschluss von Vergnügungsstätten sowie Wettbüros und Bordellen.“ Die Mitglieder des Ortsbeirats zeigten sich zufrieden mit den vorgestellten Plänen und gaben ihre Zustimmung.

Die Planungsunterlagen können bis zum 30. Oktober im Rathaus in den Schaukästen auf dem Flur im 4. Geschoss und im Internet unter www.kiel.de/bauen in der Rubrik "Öffentlichkeitsbeteiligung an Bauleitplanverfahren" eingesehen werden.

Von Katja Schweckendiek

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