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Zahl der Einbrüche im Kieler Norden gestiegen

Ortsbeirat Pries/Friedrichsort Zahl der Einbrüche im Kieler Norden gestiegen

Mit der Sicherheitslage im Kieler Norden beschäftigte sich der Ortsbeirat Pries/Friedrichsort auf seiner Sitzung im Kulturladen Leuchtturm. Von der Polizei erfuhr er, dass die Zahl der für 2015 registrierten Delikte in Holtenau, Pries, Friedrichsort und Schilksee im Vergleich zu 2015 gesunken ist – mit einer Ausnahme.

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Im Kulturladen Leuchtturm informierte (von links) Peter Senger, Leiter der Polizeistation Friedrichsort, zur Sicherheitslage im Kieler Norden. Sein Kollege Torsten Helm zeigte den Ortsbeiratsmitgliedern Maren Theil, Christel Paproth und Hans-Meinert Redlin, wie schnell Täter mit einem Schraubendreher ein Fenster aufhebeln können.

Quelle: Ingrid Haese

Pries/Friedrichsort. Im Bereich der Wohnungseinbrüche sind deutlich mehr Fälle angezeigt worden.

Laut Kriminalstatistik 2015 gab es in Holtenau 112 Delikte – 96 weniger als noch im Jahr zuvor. In Pries/Friedrichsort waren es 492 Straftaten, 51 weniger als im Vorjahr, und für Schilksee wurden 101 Fälle registriert – 50 weniger als 2014. Die Aufklärungsquote lag in Holtenau bei 55,4 Prozent, in Pries/Friedrichsort bei 51,8 Prozent und in Schilksee bei 52,5 Prozent. Im Kieler Norden verzeichnete die Polizei einen Anstieg bei den Fahrraddiebstählen (43 Fälle 2015; 39 in 2014), bei den Diebstählen aus Kraftfahrzeugen (27 in 2015; 20 in 2014) sowie bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (29 in 2015; 27 in 2014). In die Höhe geschnellt ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche: 2014 waren es 23 Fälle, 2015 bereits 55. Rückläufig sind die Raubtaten (sieben in 2014: vier in 2015), die gefährlichen Körperverletzungen (23 in 2014; 19 in 2015), einfachen Körperverletzungen (76 in 2014; 70 in 2015) und Sachbeschädigungen durch Graffiti (65 in 2014; 42 in 2015).

 Bevor Polizeihauptkommissar Peter Senger, der die an das 1. Polizeirevier in der Düppelstraße angegliederte Station Friedrichsort leitet, weiter auf die Kriminalstatistik einging, berichtete er dem Ortsbeirat, wie die Polizei im Kieler Norden derzeit aufgestellt ist. Weil noch immer die Gebäudesanierung in der Fritz-Reuter-Straße 94 laufe, sei dort ein Dienstbetrieb weiterhin nicht möglich. Verlagert habe er sich in die Stationen Holtenau (sieben Polizisten) und Schilksee (sechs Polizisten). Vor Ort sei man zuständig für insgesamt 19522 Bürger. Mit Bezug auf die Kriminalstatistik 2015 machte Peter Senger deutlich, diese habe nur eine begrenzte Aussagekraft: So tauchten Straftaten, die nicht angezeigt worden seien, und Straftaten im Milieu darin nicht auf. Zur Einbruchskriminalität sagte Senger, es sei davon auszugehen, dass diese auch weiter zunehmen werde.

 Das Thema „Einbruchsdiebstahl“ griff an diesem Abend auch Torsten Helm von der Präventionsabteilung der Polizeidirektion Kiel auf: Täter seien unter anderem an Bargeld, Schmuck, Mobiltelefonen und Notebooks interessiert, berichtete er. Gestohlen würden auch Buntmetalle, Baumaschinen sowie hochwertige Fahrzeuge. Zwei Drittel aller Wohnungseinbrüche erfolgten zwischen November und Februar. Der materielle Schaden liege im Schnitt zwischen 2500 und 3000 Euro. Häufiges Einbruchswerkzeug sei der Schraubendreher, der zum Aufhebeln benutzt würde. Zum besseren Schutz sollten Fenster und Türen nicht mit den gängigen Rollzapfen gesichert sein. Besser seien „Pilzkopfzapfen“, weil diese nur schwer aufgehebelt werden können. Ansonsten gab es die bekannten Abschreckungstipps: Täter lassen sich durch Licht in Räumen abschrecken, die von außen nicht einsehbar sind. Und auch Bewegungsmelder seien hilfreich.

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