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Fahrradbügel sollen Stellplatznot abfedern

Schreventeich/Hasseldieksdamm Fahrradbügel sollen Stellplatznot abfedern

Analog zu seinem Anliegen, das Blaubasalt-Pflaster in der Goethestraße beizubehalten, positioniert sich der Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm jetzt auch für den Erhalt des Großsteinpflasters in der Jahnstraße.

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Der KMTV verfügt auf seinem Hof in der Jahnstraße über Fahrradstellplätze, sie reichen allerdings in den Angebotsstoßzeiten des Vereins nicht aus.

Quelle: Ingrid Haese

Schreventeich. Auf seiner Sitzung in der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule stimmte das Gremium dazu geschlossen einem Antrag an die Verwaltung zu.

 Bereits im Dezember hatte der Ortsbeirat mehrheitlich bei einer Gegenstimme gefordert, das Blaubasalt-Pflaster in der Goethestraße vollständig wiederherzustellen. Vor dem Hintergrund, den städtebaulichen Charakter des historisch gewachsenen Schrevenpark-Wohnquartiers bewahren zu wollen, hatte er außerdem deutlich gemacht, generell das rund um den Stadtpark vorhandene Blaubasalt-Pflaster erhalten zu wollen. Mit seiner Forderung zum Blaubasalt-Pflaster und zum Großsteinpflaster in der Jahnstraße reagierte der Ortsbeirat jeweils auf vorausgegangene Bauarbeiten: Denn im Rahmen der Modernisierung seines Fernwärmenetzes und der Umstellung des Dampfnetzes auf Heizwassertechnologie hatten die Stadtwerke Kiel im vergangenen Jahr sowohl in der Goethestraße als auch in der Jahnstraße Gruben ausgehoben. Nach Abschluss der Baumaßnahmen hatte das Unternehmen entsprechend der Vorgabe der Stadt Kiel dort, wo Pflaster herausgenommen worden war, eine provisorische Asphaltschicht aufgebracht.

 Wie schon im Dezember mit Bezug auf die Goethestraße hob der Ortsbeirat in seiner jüngsten Sitzung hervor, in der Jahnstraße passe eine Schwarzdecke nicht in das Erscheinungsbild des umgebenden Viertels. Eine Anwohnerin lieferte ein weiteres Argument gegen eine Asphaltierung. Sie sagte, das Kopfsteinpflaster bremse den Verkehr, Autos führen langsamer, dadurch sei es für die vielen Fußgänger und Radfahrer wesentlich sicherer. Diese Ansicht teilte auch Martin Maecker, der das zum Kieler Männerturnverein (KMTV) gehörende Sportzentrum Schrevenpark in der Jahnstraße leitet. Er regte zudem an, in der Jahnstraße Fahrradbügel aufzustellen. Gerade in den Stoßzeiten am Montag und am Mittwoch zwischen 18 und 19 Uhr kämen viele Sportler mit dem Rad zum KMTV-Standort Schrevenpark. Die Stellplatzmöglichkeiten auf dem kleinen Vereinsgrundstück reichten nicht aus. Viele Sportler stellten ihre Räder in der Jahnstraße ab. Damit das Miteinander mit den Nachbarn klappe, beschäftige der KMTV in den Stoßzeiten extra einen Ordnungsdienst, so Martin Maecker weiter. Der Ortsbeirat griff den Vorschlag des Sportlers auf, bat in einem einstimmig beschlossenen Antrag das Tiefbauamt, zu prüfen, ob das Aufstellen von Fahrradbügeln im Bereich des KMTV möglich sei. Zum Thema „Großsteinpflaster in der Jahnstraße“ erläuterte die Pressestelle der Stadt, man habe die Straßendecke nur vorerst mit Asphalt geschlossen. Dies sei eine provisorische Lösung. Das Fahrradforum habe Bedenken gegen das erneute Einsetzen des Großpflasters und wünsche sich eine besser befahrbare Oberfläche. Das Tiefbauamt werde eine Vorlage über die künftige Ausstattung der Straße für den Bauausschuss erarbeiten, die voraussichtlich im Herbst dem Ortsbeirat vorgestellt werde.

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