4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Stadt plant neues Gewerbegebiet am Flughafen

Ortsbeirat Stadt plant neues Gewerbegebiet am Flughafen

Die Stadt will in Holtenau an der Boelckestraße auf einer 9,1 Hektar großen Fläche, die sich in nordöstlicher Richtung schräg gegenüber dem Flughafengelände befindet, ein Gewerbegebiet ausweisen. Den Vorentwurf stellte das Planungsamt dem Ortsbeirat Pries/Friedrichsort vor, in dessen Zuständigkeitsbezirk das Areal liegt.

Voriger Artikel
Ist der Delfin gar nicht allein?
Nächster Artikel
Gift in Marzipan: Es ist ein Erpresser

An der Boelckestraße ist auf einer 9,1 Hektar großen Fläche zwischen Verbindungsstraße zur B 503 und den Kleingärten ein Gewerbegebiet geplant. Die Erschließungskosten seien grundsätzlich förderfähig.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. An der westlichen Seite des überwiegend durch Knicks unterteilten Grünlands führt eine Auffahrt zur sowie eine Ausfahrt von der B503 vorbei. An der Südseite verläuft die Boelckestraße. Eingeschlossen in das potenzielle Gewerbegebiet ist das Regenrückhaltebecken an den nahegelegenen Kleingärten. Der Weg Zum Wasserturm soll die Grenze an der Ostseite markieren. Im Norden begrenzt die Feldflur Groß Hasselrod das Areal. Die für das Gewerbegebiet vorgesehene Fläche gehört größtenteils der Stadt, lediglich ein circa 1,5 Hektar großer Streifen im Südwesten ist in Privatbesitz. Wie Stadtplaner Christof Enß auf der Ortsbeiratssitzung im Kulturladen Leuchtturm berichtete, liefen bereits Verhandlungen mit dem Eigentümer. Um das Gewerbegebiet ausweisen zu können, soll der Bebauungsplan 910 „Boelckestraße-Nord“ aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden. Enß erläuterte, seitens der Wirtschaft sei der Bedarf für dieses Gewerbegebiet da. Auch das Integrierte Stadtentwicklungskonzept und das Stadtteilentwicklungskonzept Holtenau empfehle eine gewerbliche Nutzung.

 Die Knicks auf dem Areal sollen weitgehend erhalten bleiben. Die Erschließung soll von der Boelckestraße aus über eine neue Stichstraße mit Wendeanlagen erfolgen. Auf der Boelckestraße ist ein Linksabbieger (aus Richtung Westen) geplant. Um für ihn Platz zu schaffen, müssten einige der etwa 90 Jahre alten Linden der Allee, die grundsätzlich erhalten bleiben soll, weichen. Für die Gebäude ist eine maximale Traufhöhe von etwa neun Metern, eine Firsthöhe von höchstens zwölf Metern sowie eine Dachneigung von bis zu 15 Grad vorgesehen. Nicht erlaubt im Gewerbegebiet sind Tankstellen, Sporteinrichtungen, Wohnungen, „Anlagen für kirchliche, soziale, kulturelle und gesundheitliche Zwecke“ sowie Einzelhandel. Die zum Planungsverfahren gehörenden Untersuchungen zur Fauna werden voraussichtlich im Oktober/November vorliegen, der sogenannte grünordnerische Fachbeitrag soll im Dezember verfügbar sein. Die Umweltschutzprüfung liegt erst zum Entwurfsbeschluss vor. Angesprochen auf ein Zeitfenster erläuterte Enß, wenn alles glatt laufe, könne der B-Plan Ende 2017 rechtskräftig sein, letztendlich entscheide die Ratsversammlung. „Wir nehmen zur Kenntnis, dass dieses Gewerbegebiet entsprechend des Flächennutzungsplans entwickelt werden soll“, stellte der Ortsbeiratsvorsitzende Hans-Meinert Redlin fest.

 Die Kosten für die Umsetzung der Planung veranschlagt die Stadt mit 4,5 Millionen Euro. Wie die Pressestelle der Stadt auf Nachfrage mitteilte, habe die Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungs GmbH (Kiwi) erste Gespräche mit dem Land beziehungsweise der Investitionsbank Schleswig-Holstein über eine mögliche Förderung des Gebietes Boelckestraße aus dem Landesprogramm Wirtschaft geführt. Die Erschließungskosten seien grundsätzlich förderfähig. Es gebe allerdings noch keinen Förderbescheid. Aufgrund des derzeitigen Kenntnisstands sehe die Kiwi keinen Grund, der einer Förderung aus dem Landesprogramm Wirtschaft in Höhe von mindestens 50 Prozent entgegenstehe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3