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Kämpfer: Neubauten bringen Leben in die City

Ortsbeiratsbezirk Mitte Kämpfer: Neubauten bringen Leben in die City

Die Zielvorgaben stehen, nun sollen Taten folgen. Die Schaffung neuen Wohnraums ist für die Kieler Stadtentwicklungspolitik ein zentrales Anliegen und für Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) nach eigener Aussage eine echte Herzensangelegenheit. Im Ortsbeirat Mitte stellte er nun die Marschrichtung für die nächsten Jahre vor.

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Die Stadt will in den kommenden Jahren Wohnungsbauprojekte für viele tausend Kieler Neubürger auf den Weg bringen (im Bild die Baustelle für das Wohnquartier Alte Feuerwache).

Quelle: Christoph Jürgensen

Kiel. Kiel wächst, und das mit zunehmendem Tempo. Ende 2015 werde die Stadt rund 4000 mehr Bürger haben als noch ein Jahr zuvor, so Kämpfer. Aber nicht nur die Einwohnerzahl steige. Die Preise für Wohneigentum hätten sich innerhalb weniger Jahre um 30 Prozent verteuert, und auch der Druck auf die Mieten wachse, erklärte er. Der „Königsweg“ um diese Entwicklung abzudämpfen könne nur sein, mehr Wohnungen zu schaffen.

 Hier muss die Stadt einerseits den bezahlbaren Wohnraum im Blick haben. Der soziale Wohnungsbau soll angekurbelt werden und bald ein Drittel des gesamten Neubaus ausmachen, um die soziale Balance zu halten. Im Mittelpunkt soll aber vor allem der bedarfsgerechte Wohnungsbau stehen, der möglichst alle Zielgruppen berücksichtige, die sich in den nächsten Jahren in der Landeshauptstadt auf Wohnungssuche machen. Das gilt sowohl für die gut situierten Best-Ager, die vom Land zurück in die Stadt ziehen möchten, als auch für Studenten, Singles, Familien, Senioren, Flüchtlinge, wohlhabende genauso wie einkommensschwache Haushalte. „Wir brauchen eine gesunde Mischung“, sagte Kämpfer, „und zwar in allen Quartieren.“ Eine Herausforderung dabei sei es, den verschiedenen Gruppen gerecht zu werden, die auf dem Wohnungsmarkt miteinander konkurrierten. Die soziale Balance zu halten bedeute, dass sozialer Wohnungsbau nicht nur in Vierteln stattfinden dürfe, wo man ihn klassisch vermuten würde.

 Das Ziel heißt: Wohnraum für alle. „Das ist eine riesige Herausforderung“, sagte Kämpfer. Es gelte, das Wachstum zu gestalten und die aktuell goldenen Zeiten für die Stadtentwicklung zu nutzen. Als eine Grundlage soll der Masterplan Wohnen dienen, den Kämpfer zusammen mit der Wohnungswirtschaft und dem Kieler Mieterverein Ende März beschlossen haben. Darin wird bis zum Jahr 2025 eine Zahl von 9000 neuen Wohnungen angepeilt. Inzwischen werden die Zielvorgaben der Stadt sogar noch nach oben korrigiert: Seinen vor einem Jahr noch 800 bis 900 Baugenehmigungen pro Jahr angestrebt worden, habe man sich nun vorgenommen, kurzfristig den Bau von bis zu 1800 Wohneinheiten auf den Weg zu bringen, berichtete Kämpfer, wenn nötig kostengünstig in effizienter Bauweise. Doch auch Klimaschutz und gestalterische Aspekte sollen nicht zu kurz kommen.

 Insbesondere der Ortsbeiratsbezirk Mitte werde vom Wachstum profitieren, so Kämpfer. Hier seinen noch einige Projekte in der Pipeline und kriegsbedingte Baulücken zu schließen. Mehr Bewohner brächten wiederum mehr Leben in die Innenstadt.

 „Sie haben uns ganz an ihrer Seite, wenn es darum geht, in der Innenstadt neuen Wohnraum zu schaffen“, sagte der Ortsbeiratsvorsitzende Thies Petersen (SPD). André Groß (Linke) gab zu bedenken, dass bei allen zuletzt vorgestellten Bauprojekten der soziale, studentische oder barrierefreie Wohnungsbau die Ausnahme war: „Ich bin gespannt, welche Mittel und Wege sie finden, hier Anreize zu schaffen.“

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