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Ostsee unter die Lupe genommen

„Jugend forscht – Schüler experimentieren“ Ostsee unter die Lupe genommen

Von der Qualität seines Projektes „Biologische und physikalische Untersuchungen zur Planktondichte in der Ostsee“ konnte Leon Pütz, der die Gemeinschaftsschule Friedrichsort besucht, die Jury des Wettbewerbs „Schüler experimentieren“ überzeugen: Für seine Arbeit belohnte sie ihn in der finalen Landesausscheidung mit dem ersten Platz.

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Im Fachgebiet Biologie war Leon Pütz der beste Schüler.

Quelle: Ingrid Haese

Pries/Friedrichsort. Als Juniorensparte für Jugendliche bis 14 Jahre ist „Schüler experimentieren“ in den Wettbewerb „Jugend forscht“ integriert. Letzteren veranstaltet die Stiftung Jugend forscht e.V. mit der Zielsetzung, Schüler insbesondere für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Teilnehmer, die es bis in das Bundesfinale in Ludwigshafen (26. bis 30. Mai) schaffen wollen, müssen zuvor auf Regional- und Landesebene erfolgreich gewesen sein. In der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ endet der Wettbewerb in der Regel mit dem Landesfinale. In der Halle 400 in Kiel präsentierte Leon Pütz sein Projekt und sicherte sich schließlich den mit 150 Euro dotierten ersten Preis im Fachgebiet Biologie.

 In Sachen „Schüler experimentieren“ verfügt Leon Pütz über Wettbewerbserfahrung: Vor zwei Jahren meldete er sich in der Kategorie Chemie mit seinem Beitrag „Die Gasflüssigkeiten des Ostseewassers“ an, holte damit sowohl den Regional- als auch den Landessieg. Und 2014 ging er der Frage „Wie verschmutzt ist das Ostseewasser in Strandnähe?“ nach, entnahm damals an sechs Stränden Wasserproben, untersuchte diese auf den Gehalt an Eisen II, Sulfat, Sulfit, Ammonium, Kieselsäure, Nitrat, Nitrit und Phosphat. Die Jury für das Fachgebiet Chemie war begeistert und kürte Leon erneut zum Regional- und Landessieger. Sein jüngstes Forschungsprojekt „Biologische und physikalische Untersuchungen zur Planktondichte in der Ostsee“ knüpft an seinen Wettbewerbsbeitrag 2014 an. Wieder waren Wasserproben erforderlich, die der Schüler aus der Klasse 7d vom 14. Oktober bis zum 1. November 2014 entnahm. Zweimal wöchentlich machte er sich mit einem Planktonnetz im Gepäck auf den Weg zu den Stränden Dänisch-Nienhof, Schilksee und Kleiner Friedrichsorter Strand.

 Die gezogenen Proben mikroskopierte er, fertigte noch dazu Zeichnungen des Planktons an und trug seine Ergebnisse in Tabellen ein. Selbstgebaute Messapparate kamen ebenfalls zum Einsatz, zum Beispiel ein „Planktondichtenbestimmer“, der dem Prinzip eines Photometers folgt: Die Proben werden mit dem Licht einer Taschenlampe durchleuchtet, die Lichtstrahlen fängt ein Luxmeter auf. Am Ende stellte Leon Pütz für den Friedrichsorter Strand die größte Planktondichte fest, hinter der er einen hohen Nährstoffgehalt im Wasser vermutet. „Wenn Plankton und Phytoplankton mit Dünger zusammenkommen, dann müssten sie sich vermehren, das war meine Ausgangshypothese, die sich auch bewahrheitet hat“, erläuterte Leon Pütz zu seinem Projekt. Im kommenden Jahr will er erneut bei „Jugend forscht – Schüler experimentieren“ an den Start gehen. Was er genau plant, möchte er allerdings noch nicht verraten.

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