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Treffen der weißen Giganten

Ostseekai Treffen der weißen Giganten

Der Kieler Hafen hat die erste Bewährungsprobe der Kreuzfahrtsaison 2015 gemeistert. Am Ostseekai wurden am Dienstag parallel die „Aidaluna“ und die „Costa Pacifica“ abgefertigt. Bis 18 Uhr waren mehr als 5000 Passagiere ausgeschifft und gut 5000 neue Passagiere auf beiden Schiffen an Bord gebracht. Gleichzeitig mussten mehrere hundert Tonnen Proviant verladen werden.

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Die "Costa Pacifica" und "Aidaluna" am Ostseekai in Kiel.

Quelle: Frank Behling

Kiel. In diesem Jahr wird der Kieler Hafen einen Rekord bei den Mehrfachanläufen haben: An 34 Tagen sind mindestens zwei Traumschiffe zusammen im Hafen, das zeigt die Liste des Seehafens. An 22 Tagen sind es jeweils Doppelanläufe, an acht Terminen sind drei und an vier Tagen sogar vier Traumschiffe in Kiel. Und am kommenden Sonnabend gibt es sogar ein Aida-Treffen mit „Aidacara“ und „Aidaluna“. Am Dienstag konnte Kapitän Orazio D’Aita mit seiner 290 Meter langen „Costa Pacifica“ mit Liegeplatz 27 den Premiumplatz des Ostseekais ansteuern, kam zeitlich aber erst kurz nach seinem Kollegen an. Kurz vor 7 Uhr legte Kapitän Thomas Mey mit der „Aidaluna“ am Liegeplatz 28 an. „Platz 27 hatte sich Kapitän Orazio D’Aita gewünscht“, sagt Arne Liemann von der Maklerei Sartori & Berger, der die Abfertigung betreut.

Zusammen mit einem Team hatte Liemann alle Hände voll zu tun. Ein Teil der Crew des Costa-Schiffes wechselte. Hotelbuchungen für die Seeleute, Visa und Transfers zu Flughäfen wurden organisiert. Hinzu kamen dann die ganz normalen Probleme. Bis zum Abend waren 99,9 Prozent der über 10000 Gepäckstücke vor dem Auslaufen sicher durch die Kontrolle an Bord gekommen. Doch es gab auch Ausnahmen. Dazu zählte eine französische Familie, die ihr Gepäck schon in Hamburg am Flughafen als vermisst meldete. „Das wird organisiert“, sagt Liemann, die Fluggesellschaft sorge für den Transport der Koffer zum nächsten Hafen. Die Kontaktdaten für den Gepäckservice in Schweden übermittelte Liemann gleich am Abend. Die Franzosen müssen nun zwei Nächte ohne Kofferinhalt auskommen.

Ein Teil der Abfertigung betrifft auch den ganz klassischen Reisebedarf, wie die gute alte Briefmarke. „Ich musste morgens einige Bögen Marken an Bord bringen“, berichtet Liemann. Auch im digitalen Zeitalter spielen die auf Costa-Schiffen noch eine große Rolle. „Die Passagiere können an Bord im Fotoshop Bilder ausdrucken lassen, die sie dann als Postkarte verschicken. Diese Postkarten bestückt die Besatzung bei der Liegezeit mit Briefmarken und ich hole sie abends ab“, sagt Liemann. Gut zu tun hatten auch Rudi Sass und Bodil Schnoor von der Seemannsmission. In ihrer „Seafarers Lounge“ war Hochsaison. „Bei dem ersten Anlauf decken sich die Seeleute mit Handy-Karten ein“, sagt Sass. Mehr als 100 Karten gingen über den Tisch. „Wir mussten sogar noch welche nachordern“, erklärt Diakonin Schnoor.

Die „Costa Pacifica“ ist das größte Kreuzfahrtschiff, dass in dieser Saison in Kiel abgefertigt wird. Das 290 Meter lange und 114288 BRZ große Schiff wird bis September 13 Besuche in der Landeshauptstadt absolvieren. Beide Schiffe wurden 2009 in Dienst gestellt. Die „Aidaluna“ stammt von der Meyer Werft in Papenburg, die „Costa Pacifica“ von der Fincantieri-Werft in Genua. Heimathafen ist für beide das italienische Genua.

Bei den nächsten Besuchen der weißen Giganten gibt es auch die Chance zur Besichtigung. Anmeldungen nimmt Costa per E-Mail an schiffsbesuche@de.costa.it oder unter Tel. 040/570121314 entgegen (Ticketpreis 29 Euro). Für die „Aidaluna“ sind Anmeldungen möglich per E-Mail an schiffsbesuche@aida.de oder unter Tel. 0381/20270715, die Besichtigungstour auf einem Kussmundschiff kostet 49 Euro pro Person. Wer die Schiffsanläufe im Kieler Hafen auf dem Smartphone verfolgen möchte, kann eine neue und kostenlose App herunterladen von der Kieler Software-Firma Consist für die Betriebssysteme Android und IOS (Apple).

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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