7 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Der Papierumschlag brummt

Ostuferhafen Kiel Der Papierumschlag brummt

Im Ostuferhafen brummt der Papierumschlag aus Schweden. Seit wenigen Tagen treffen zweimal in der Woche große Frachtfähren mit Papier und Kartonagen aus dem hohen Norden ein.

Voriger Artikel
Bundeswehrfachschule wird Notunterkunft für Studierende
Nächster Artikel
Superjacht sorgt für neue Schlagzeilen

Die Lagerflächen für Forstprodukte im Kieler Ostuferhafen wurde auf 50 000 Quadratmeter gesteigert.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Immer montags und sonnabends sind die schneeweißen Schiffe im Ostuferhafen am Liegeplatz 1 zu sehen. Wie die Reederei SCA mitteilt, werden jetzt bis zu 18000 Tonnen Forstprodukte wöchentlich zum Ostuferhafen gebracht. Kiel ist laut Reederei somit fest integrierter Bestandteil des SCA-Shortsea Netzwerkes in der Nord- und Ostsee. Auch die Verwaltung der Reederei zog mit 20 Mitarbeitern von Lübeck nach Kiel.

 Mit zukünftig zwei Abfahrten pro Woche werden Schweden und Nord-Finnland zukünftig schnell und effektiv an den Seehafen Kiel angebunden, lobt SCA. Der Distributionsraum, wie das Belieferungsnetzwerk heißt, erstreckt sich von Kiel bis Portugal im Südwesten und bis Kasachstan im Südosten. Von der Kieler Förde wird es aber auch nach Übersee verschifft: „Es werden beispielsweise Container für Fernost in Kiel beladen“, sagt Ulf Jahnke, Sprecher des Seehafens Kiel. Schwerpunkt der Lieferungen seien aber Deutschland und die direkten Anrainerstaaten.

 Für den Hafen ist der skandinavische Kunde inzwischen ein wichtiger Aspekt in der Zukunftsplanung: Neben Fährverkehr, Massengut und Kreuzfahrern ist das Ladungsgut Papier, das zwischen 2003 und Anfang diesen Jahres in Lübeck umgeschlagen wurde, die vierte Säule bei der Sicherung der Auslastung. Für die Ansiedlung hat der Seehafen 25 Millionen Euro investiert und die Lagerflächen für Forstprodukte auf 50000 Quadratmeter gesteigert. Eine Halle mit 18000 Quadratmetern wurde neugebaut. Zwei bestehende Halle mit 20000 Quadratmetern wurden für die empfindlichen Papierrollen hergerichtet. Die Anschaffung neuer Umschlagsgeräte ist Jahnke zufolge unterdessen abgeschlossen: Die Flotte der Gabelstapler wurde komplett erneuert.

 Der Seehafen will außerdem seine Belegschaft für den Papierumschlag auf 50 Mitarbeiter ausbauen. Die Suche nach Fachkräften läuft noch. Mit dem Ende der Kreuzfahrersaison wird Personal aus diesem Bereichen jetzt für die Abfertigung der Frachtfähren eingesetzt. „Wir planen mit einem Umschlag von zunächst 720000 Tonnen pro Jahr“, sagt Jahnke.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3