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Nach der Festnahme in den Knast

Bundespolizei in Kiel Nach der Festnahme in den Knast

Bundespolizisten haben am vergangenen Freitag im Kieler Hauptbahnhof zwei Männer festgenommen, die beide zur Festnahme ausgeschrieben waren. Sie sitzen mittlerweile im Gefängnis.

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Bundespolizisten haben auf dem Kieler Hauptbahnhof zwei Männer festgenommen, die per Haftbefehl gesucht wurden und sofort ins Gefängnis kamen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Ein 21 Jahre alter Mann erschien gegen 10 Uhr auf der Dienststelle der Bundespolizei und wollte eigentlich nur seinen Personalausweis als verloren melden und nachfragen, ob dieser nicht vielleicht gefunden und abgegeben worden sei. Routinemäßig überprüften die Beamten die Personalien des Mannes. "Dann teilte die Kollegen dem 21-Jährigen mit, dass er nun ein Problem hätte. Gegen ihn lag ein Vollstreckungshaftbefehl vor", sagte Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizei.

Er war wegen "Vortäuschens einer Straftat" zur Zahlung einer Geldstrafe verurteilt worden. Da er diese Rechnung nicht beglichen hatte, war er dann zur Festnahme ausgeschrieben worden. Bundespolizisten erklärten ihm, was er für Alternativen hätte: 578,75 Euro auf den Tresen der Dienststelle blättern oder ersatzweise 30 Tage hinter "Schloss und Riegel" verbringen. "Der 21-Jährige schluckte zwei Mal und deutete auf seine leeren Taschen. Er kann gleich ins Gefängnis", so Stelke.

Bundespolizisten kontrollierten am Nachmittag einen Mann, der ebenfalls zur Festnahme ausgeschrieben war. Die Überprüfung seiner Identitätspapiere ergab, dass der 30-Jährige wegen wiederholten "Erschleichens von Leistungen" (Schwarzfahren) verurteilt worden war. Auch er konnte die offene Rechnung von insgesamt 310 Euro nicht aufbringen und musste so das "Alternativangebot" von 30 Tagen Ersatzfreiheitsstrafe wählen. Auch er wurde durch Bundespolizisten in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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Günter Schellhase
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