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Neue Gebäude für betreutes Wohnen geplant

Peter-Hansen-Straße Neue Gebäude für betreutes Wohnen geplant

Die Baumaschinen kommen: Ab Montag, 9. Mai, sollen die Wohnblöcke in der Peter-Hansen-Straße 122 bis 126 abgerissen werden. Die Wohnungsbau-Genossenschaft Kiel-Ost plant auf dem Gelände drei neue Gebäude mit 54 Wohnungen und 19 Plätzen für Tagespflege.

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Ebenfalls abgerissen wird das Haus in der Peter-Hansen-Straße 126 (rechts), das bisher für betreutes Wohnen genutzt wurde. Das Stadtteilcafé (links) gehört zum Awo-Servicehaus und ist auch weiterhin ein Treffpunkt für Mieter und Gäste.

Quelle: Karin Jordt

Ellerbek. 8,1 Millionen Euro werde die Genossenschaft dafür investieren, berichtete Doris Schwentkowski, geschäftsführender Vorstand, dem Ortsbeirat Ellerbek/Wellingdorf: „Der Bauantrag ist eingereicht, Anfang 2018 soll der Einzug sein.“ Die Abrisspläne hatten zunächst bei den meist älteren Bewohnern für Unruhe gesorgt. Inzwischen sind die Abrisshäuser leer und die Mieter konnten andere Wohnungen in der Umgebung beziehen. Die Umzugskosten übernahm die Genossenschaft. Der Klinkerblock in der Peter-Hansen-Straße 122 und 124 sei bereits vor dem Krieg entstanden, zum Teil zerstört und anschließend wieder aufgebaut worden. Der Trakt in der Peter-Hansen-Straße 126 für betreutes Wohnen sei Anfang der 1950er-Jahre errichtet worden und entspreche ebenfalls nicht mehr den heutigen Anforderungen, sagt Doris Schwentkowski. Das Haus zu entkernen und zu modernisieren, sei nicht rentabel.

Von den insgesamt 54 geplanten, neuen Mietwohnungen – 28 mehr als heute – werden 46 für betreutes Wohnen reserviert, davon sind 31 öffentlich gefördert. Die Einheiten seien rund 40 bis 60 Quadratmeter groß und entsprächen damit in der Regel dem Bedarf der älteren Menschen im Stadtteil, erläuterte die Geschäftsführerin. Wohngemeinschaften seien nicht geplant, aber es werde eine Dachterrasse geben, die wie der Garten, der Innenhof und das Café als Treffpunkt genutzt werden könnten.

Die Nachfrage ist groß

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo), zu der auch das benachbarte Servicehaus und das Stadtteilcafé gehören, wird ab Anfang 2018 auch die neue Tagespflege mit 19 Plätzen übernehmen. „Wir werden die Menschen optimal versorgen können“, betonte Yvonne Martini, Leiterin des Ellerbeker Awo-Servicehauses, „eine Tagespflege fehlte bisher vor Ort.“ Besonders Menschen mit einer Demenz könnten dann weiterhin in ihrer Wohnung leben, aber den Tag in der Einrichtung verbringen. „Das ist auch eine Entlastung für die Angehörigen.“ Die Tagespflege solle nicht nur für die Bewohner der Anlage, sondern für alle Menschen im Stadtteil angeboten werden, so Yvonne Martini.

Auch beim betreuten Wohnen sei die Nachfrage groß. Die Warteliste umfasse etwa 60 bis 80 Interessierte, „meist dauert es ein bis eineinhalb Jahre, bis man einziehen kann“, sagte die Leiterin des Servicehauses. Das Durchschnittsalter im betreuten Wohnen liege bei mehr als 80 Jahren. „Wir betreuen die Menschen in dem Umfang, wie sie es wünschen“, erklärte Yvonne Martini: Neben dem Grundservice mit Notrufanlage gebe es zahlreiche Wahlleistungen von der Reinigung der Wohnung und die Teilnahme an Mahlzeiten bis zur umfassenden Pflege.

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