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Die Sprechstunde in Schilksee ist gefragt

Pflegestützpunkt Die Sprechstunde in Schilksee ist gefragt

Der Pflegestützpunkt Kiel bietet kostenfrei eine unabhängige Beratung rund um das Älterwerden an. Das Team geht individuell auf die Fragen der Ratsuchenden ein, zeigt mögliche Lösungswege auf, nennt weitere Ansprechpartner und Informationsquellen. Seit Jahresbeginn gibt es jeden Monat eine Außensprechstunde in Schilksee, die viel Zuspruch findet.

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Der Informationsbedarf zum Thema Älterwerden ist groß, das stellen Pflegestützpunkt-Beraterin Susanne Klipp (rechts) und Fritz Schultz, Abteilungsleiter der Leitstelle „Älter werden“ und der Leitstelle für Menschen mit Behinderung, immer wieder fest.

Quelle: Ingrid Haese

Kiel. Seine Büros hat der 2009 eingerichteten Pflegestützpunktes Kiel am Wilhelmplatz im Gebäude Stephan-Heinzel-Straße 2. Die Beratungsstelle gehört zum Amt für Soziale Dienste. Träger sind die gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen sowie die Stadt Kiel. Sie finanzieren gemeinsam mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales und Gesundheit Schleswig-Holstein den Pflegestützpunkt. Die Ratsuchenden haben die Möglichkeit, während der Sprechzeiten zu den Beraterinnen Susanne Klipp und Christina Schulz in die Büros zu kommen. Sie können ihr Anliegen aber auch telefonisch vortragen. Bei Bedarf vergeben die Beraterinnen Termine oder machen einen Hausbesuch. Insgesamt 2300 Beratungsgespräche führten Susanne Klipp und Christina Schulz 2014.

Im laufenden Jahr waren es bereits 1750. „Wir gehen davon aus, dass es bis zum Jahresende 2600 Beratungsgespräche sein werden, der Pflegestützpunkt ist bekannter geworden“, erläuterte Susanne Klipp jetzt beim Gespräch im Pflegestütztpunkt. Das Beratungsangebot dort dreht sich vor allem um Themen wie Älterwerden, Leben und Wohnen im Alter, Pflege und Betreuung, Pflegeversicherung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Leistungsansprüche, Änderungen und Ergänzungen durch das am 1. Januar 2015 in Kraft getretende sogenanntes Pflegestärkungsgesetz sowie um Möglichkeiten zur Entlastung von betroffenen Angehörigen. Diese Schwerpunkte sind für die Ratsuchenden, die in die Außensprechstunde in Schilksee kommen, nicht minder von Belang.

An jedem ersten Mittwoch des Monats ist der Pflegestütztpunkt zu Gast in Kiels Stadtteil mit dem höchsten Altersdurchschnitt, nutzt in der Zeit von 14 bis 16 Uhr das Büro für Betreutes Wohnen im Funkstellenweg 2. Etwa 90 Prozent der Menschen, die sich dort beraten ließen, wohnen in Schilksee, einige leben in Pries oder Friedrichsort. „Im Schnitt haben wir sechs Beratungsgespräche pro Sprechstunde, ganz zu Anfang waren wir zu zweit vor Ort, da wollten gleich zwölf Leute mit uns sprechen“, berichtete Susanne Klipp.

Die Themenpalette in Schilksee sei vielfältig. Die Menschen interessierten sich zum Beispiel für die häusliche Pflege, wollten Informationen zum Haus-Notruf-System, zu Hilfsmitteln im Haushalt und zu ambulanten Pflegediensten. Es gehe außerdem um die Pflegeversicherung und darum, wie Pflegestufen zu beantragen seien. Beratung zum Betreuten Wohnen sei ebenfalls gefragt. Manche wollten sich auch zum Thema Beerdigung informieren. Andere wiederum erkundigten sich nach den Vorteilen des Seniorenpasses, listete Susanne Klipp auf. Und Fritz Schultz, Abteilungsleiter der Leitstelle „Älter werden“ und der Leitstelle für Menschen mit Behinderung, ergänzte: „Auch ältere Paare, die in Einfamilienhäusern leben, kommen in die Beratung. Sie machen sich Gedanken, wie lange sie noch zu Hause bleiben können und fragen nach, wo sie Unterstützung bekommen können.“

Pflegestützpunkt Kiel

Die Beraterinnen sind montags bis freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr zu erreichen, mittwochs nur telefonisch unter 0431/901-3627 und 0431/901-3696. Donnerstags ist das Büro in der Stephan-Heinzel-Straße 2 von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es per E-Mail an die Adresse pflegestuetzpunkt@kiel.de werden sowie unter www.kiel.de oder www.pflege.schleswig-holstein.

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