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Geburt im Rettungswagen

Pia hatte es eilig Geburt im Rettungswagen

Das war knapp. Fast wäre die kleine Pia auf dem Bürgersteig der Adenauerstraße in Kronshagen zur Welt gekommen. Aber zum Glück waren der Notarzt und der Rettungswagen der Kieler Hauptfeuerwache schneller. Inzwischen erholen sich Mutter und Tochter im Uniklinikum.

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Ins Meer mitten in der Stadt

Sturzgeburt im Rettungswagen gut überstanden: Wenige Stunden später hält Mutter Nicola Rapp ihre Tochter Pia überglücklich im Arm.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel/Kronshagen. Dabei war es alles denkbar knapp. Gerade noch rechtzeitig konnten die Helfer die schwangere Nicola Rapp (30) auf die Trage legen. Und so wurde Pia am Mittwoch um 7.15 Uhr zwar immer noch direkt vor der Haustür geboren, aber nun gut geschützt und unter fachkundiger Anleitung.

Am Nachmittag ist Nicola Rapp der Schrecken schon gar nicht mehr anzumerken. Glücklich und zufrieden liegt sie mit ihrer neugeborenen Tochter im Arm im Zweitbettzimmer und genießt den Anblick ihres zweiten Kindes. „Meine erste Geburt vor drei Jahren hat zehn Stunden gedauert“, erzählt Nicola Rapp. „Dass es jetzt so schnell gehen würde, damit hab’ ich nicht gerechnet.“

In der Nacht war sie immer mal wieder aufgewacht. Um 5.10 Uhr steht sie schließlich auf, duscht, wäscht die Haare waschen. Dann kamen alle drei Minuten kleine Wehen und alle sieben Minuten große. „Da wusste ich, es geht los“, sagt Nicola Rapp. Ehemann Timo (36) zieht Töchterchen Isabel noch an, nimmt die gepackte Kliniktasche, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Als sie auf die Straße tritt, platzt die Fruchtblase. Die Mutter liegt danach auf dem Bürgersteig, während Töchterchen Isabel Löwenzahn-Blümchen für ihre Mama pflückt. Doch dann kommt der Notarzt, und kkurz darauf der Rettungswagen.

Doch alles klappt. Bei der vierten Presswehe ist Pia da. 53 Zentimeter groß, 3695 Gramm schwer. Der Notarzt meldet eine rasche und komplikationslose Geburt und sagt schon mal im Klinikum Bescheid, dass gleich eine Mutter mit ihrem Neugeborenen gebracht wird. „Mein Mann Timo musste dann erst einmal an die frische Luft“, erzählt Nicola Rapp und lächelt.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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