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Wer will bei der Stadt mitmischen?

Plakatkampagne Wer will bei der Stadt mitmischen?

Mit einer Plakatkampagne wirbt die Landeshauptstadt ab Oktober für sich als Arbeitgeber. Zunächst sind vor allem Erzieher und Sozialpädagogische Assistenten angesprochen. In den Kindertagesstätten würden immer Mitarbeiter gebraucht, so Stadträtin Renate Treutel.

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Die Kita-Mitarbeiter Andreas Faude (38, links) und Kolja Hübner (31) sind die Gesichter der neuen Personalkampagne der Stadt.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ab November soll eine zweite Kampagne für eine Tätigkeit in der Verwaltung werben.

 Kolja Hübner steht vor einem Bus der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und lächelt gleich zweimal in die Kamera. An der Heckscheibe des Busses, vor dem Hübner steht, klebt ein Plakat. Darauf dreht sich Hübner zusammen mit einem kleinen Mädchen im Karussell. Beide lachen. „Nachdem ich von den Plänen gehört hatte, war schnell klar, dass ich mein Gesicht für die Kampagne hergeben würde“, erzählt der 31-jährige Erzieher in der Kindertagesstätte (Kita) im Knooper Weg. „Inzwischen bin ich schon einige Jahre bei der Stadt angestellt und weiß, dass man dort wirklich Perspektiven hat.“

 Mit den Slogans „Mitmischen“ und „Viel bewegen“ wirbt die Stadt ab Anfang Oktober für eine Tätigkeit in den städtischen Kitas. Das Ungewöhnliche: Die Models der Kampagne sind Mitarbeiter der Kitas. „Wir haben auch gemeinsam mit den Mitarbeitern die Slogans entwickelt“, erzählt Steffi Harms, Leiterin der Abteilung Kindertagesbetreuung bei der Landeshauptstadt. Die Mitarbeiter seien befragt worden, was das Besondere an ihrer Tätigkeit bei der Stadt sei. In Zusammenarbeit mit einer Agentur seien dann die Slogans entstanden. „Das Partizipieren war vielen sehr wichtig“, sagt Harms.

 Auf Bussen, an Haltestellen, auf Litfaßsäulen und Plakatwänden wird die Landeshauptstadt für einen Job in einer ihrer 35 Kitas werben. „Wir bemühen uns dabei ausdrücklich um männliche Bewerber“, betont Stadträtin Treutel. Derzeit seien gut zehn Prozent der 780 Mitarbeiter Männer, damit liege Kiel zwar über dem Bundesschnitt. „Da ist aber noch Luft nach oben.“ Gleiches gelte auch für Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. „Die Vielfalt der Kinder in den Kindertagesstätten sollte sich auch unter den pädagogischen Mitarbeitern widerspiegeln“, so Treutel. Auch Menschen mit einer pädagogischen Ausbildung, die bisher in einem anderen Bereich gearbeitet hätten, sollten sich angesprochen fühlen.

 Derzeit seien in den Kindertagesstätten sieben Stellen frei. „Aber wir wissen, dass im Laufe eines Kita-Jahres diese Zahl noch wächst“, sagt Treutel. Das liege zum einen am Berufsverbot für Schwangere, zum anderen an Krankheitswellen, die gerade im Frühjahr die Stadt treffen. „Trotzdem wollen wir auch die, die sich neu bei uns bewerben, unbefristet einstellen“, so Treutel. Der Personalbedarf gerade in der Kinderbetreuung werde langfristig gesehen weiter wachsen, ergänzt Chris Reinert, Leiter des Personal- und Organisationsamtes. „Eine wachsende Stadt bedeutet auch wachsende Aufgaben.“ Gerade Menschen, die neu nach Kiel kommen, wolle die Stadt mit ihrer Kampagne ansprechen, so Reinert. „Es lohnt sich, für diesen Arbeitgeber tätig zu sein.“

 Bewerbungen bei der Stadt sind ab sofort möglich. „Interessierte können und sollen sich immer initiativ bewerben“, so Treutel.

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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