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Initiativen in der „Alten Mu“ können aufatmen

Planungssicherheit Initiativen in der „Alten Mu“ können aufatmen

Die „Alte Mu“ ist vom Eis: So jedenfalls sieht es Wissenschafts-Staatssekretär Rolf Fischer. Gemeint ist damit das Ende der Ungewissheit um die Frage, ob und wie es mit den kreativen Initiativen und Vereinen auf dem Gelände der ehemaligen Muthesius-Kunsthochschule weitergehen soll.

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Ebenso bunt wie die Gestaltung des Eingangsbereichs ist die Vielfalt der Vereine, Projekte und Start-Ups, die in der „Alten Mu“ eine Plattform für Existenzgründung gefunden haben.

Quelle: Jan Köster

KIEL. Jetzt wurde eine Lösung in Form eines Mietvertrages zwischen Land und Stadt gefunden, der den Initiativen mehr als zwei Jahre lang Planungssicherheit geben soll.

Laut Fischer vermietet das Land als Eigentümerin der Immobilie in bester Lage der Stadt ihr Areal. Eines der Gebäude dort soll, wie berichtet, zunächst umgebaut und dann für den Deutschunterricht von Flüchtlingen genutzt werden. Der in der kommenden Woche durch die Unterschrift von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer endgültig besiegelte Mietvertrag mit einer Laufzeit von etwa zweieinhalb Jahren regelt auch den Verbleib der Vereine und Initiativen in den noch freien Räumlichkeiten.

 Die Stadt bestätigte auf Nachfrage das Eintreffen des Vertragstextes im Rathaus am vergangenen Donnerstag. Der müsse zwar noch mit den zuständigen Dezernaten abgestimmt werden. „Aber nach Ende dieses formalen Prozesses gehen wir fest davon aus, dass es in der kommenden Woche zu einer Vertragsunterzeichnung kommen wird“, erklärte die Sprecherin der Stadt Annette Wiese-Krukowska.

 Aus Sicht von Rolf Fischer wurde damit eine „gute Lösung“ gefunden, die die Interessen aller Beteiligten wahre und den kreativen Köpfen an der „Alten Mu“ zumindest eine gewisse Planungssicherheit gebe – allerdings keine unbegrenzte. „Denn wir halten grundsätzlich an unserem Plan fest, die Immobilie zu verkaufen, um den Erlös dem Wissenschaftsetat zuzuführen.“

 Die Stadt kommt als Käuferin der Immobilie offenbar nicht in Frage. „Das ist derzeit nicht geplant“, betonte OB Ulf Kämpfer. Insbesondere gebe es keine Pläne, dort selbst zu bauen. Das Gelände sei „hochattraktiv“ für Wohnungsgenossenschaften sowie für andere Akteure der Wohnungs- und Bauwirtschaft. Die Details für die Ausschreibung des Grundstücks durch das Land als Eigentümerin der Immobilie werde die Stadt mit dem Land besprechen. Hintergrund dafür sei ein laufendes B-Plan-Verfahren, in dem die Stadt Planungshoheit habe.

 Erleichtert über das nahe Ende der Ungewissheit an der „Alten Mu“ zeigte sich auch der Präsident der Muthesius-Kunsthochschule Arne Zerbst. „Die jetzt mögliche Zwischennutzung durch die Initiativen freut uns sehr.“ Dabei hatte die Hochschule noch Anfang Mai einen Räumungstermin der „Alten Mu“ in Aussicht gestellt, weil sich seit Oktober 2015 keine Lösung für die weitere Nutzung abzeichnete.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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Alte Mu
Foto: Mit dem Schlüssel gab der Präsident der Muthesius-Kunsthochschule, Arne Zerbst (rechts), auch die Verantwortung ab für die Alte Mu. Stellvertretend für das Land nahm Arne Roß, Referatsleiter Hochschulplanung, den Türöffner in Empfang.

Für die Muthesius-Kunsthochschule ist nun ein historischer Abschnitt auch formell zu Ende gegangen. Am Mittwoch endete das jahrzehntelange Mietverhältnis zwischen Land und Hochschule mit einer Schlüsselübergabe. Damit wird die Stadt nun offiziell neuer Mieter der Alten Mu.

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