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Trotz Stau - Kontrolle war ein Erfolg

Polizei Kiel Trotz Stau - Kontrolle war ein Erfolg

Die Verkehrskontrolle auf der Werftstraße hat am Donnerstag nicht nur den Feierabendverkehr zum Erliegen gebracht, sie hat auch in 55 Fällen Mängel und Verstöße aufgedeckt, so die Bilanz der Polizei zur umstrittenen Aktion am Donnerstag.

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Bei der Verkehrskontrolle in Kiel stellte die Polizei 55 Verstöße fest. 463 Fahrzeuge wurden überprüft.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Im Rahmen der Verkehrskontrolle an der Werftsraße in Kiel-Gaarden hat die Polizei am Donnerstag eine Fülle an Verstößen festgestellt. Sie reichen von Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss bis hin zu Verstößen gegen das Waffengesetz. Auch soll Gammelfleisch transportiert worden sein, so Polizeisprecher Oliver Pohl am Freitag. „Wir sind schon etwas überrascht von der hohen Zahl der Verstöße", sagte Pohl.

Während der Kontrolle war der Verkehr im Stadtgebiet teilweise zum Erliegen gekommen. Die Busse der KVG hatten bis zu 40 Minuten Verspätung. Auf vielen Straßen ging es nur im Schritttempo vorwärts. Polizeisprecher Oliver Pohl sagte dazu am Freitag: „Die Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen haben uns überrascht. Wir werden diesen Aspekt hier auch intern noch einmal thematisieren.“ Neben der Polizeikontrolle sollen auch Laternenumzüge und die Anreise der Sportfans zum Handballspiel des THW Kiel in der Sparkassen-Arena die Lage verschlimmert haben.

463 Fahrzeuge kontrolliert

Die Kontrolle in der Werftstraße dauerte von 14.30 Uhr bis 22.10 Uhr. Dabei waren 45 Beamte von Polizei und Zoll eingesetzt. Sie überprüften 463 Fahrzeuge auf einem Parkplatz beim 4. Polizeirevier in Gaarden. Bei fast zwölf Prozent der Fahrzeuge gab es Mängel. Sechs Fahrer bekamen Anzeigen, da sie unter Drogen oder Alkoholeinfluss fuhren.

In fünf Fällen wurden Anzeigen wegen Urkundenfälschung ausgefertigt. Vier Fahrer verstießen gegen das Waffengesetz. Sieben Autofahrer konnten keinen gültigen Führerschein vorzeigen. Bei den Personenüberprüfungen wurde ein Haftbefehl vollstreckt. In einem Fall wurde ein Transporter mit Gammelfleisch gestoppt. Aber auch Anzeigen wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und des Kraftfahrzeugsteuergesetzes mussten geschrieben werden.

Die Polizei sieht angesichts der Bilanz weitere Kontrollen vor. Diese könnten wiederum Verkehrsbehinderungen mit sich bringen. „Das ist ärgerlich. Dennoch sind wir der Meinung, dass wir solche Verstöße, die Menschenleben gefährden können, nicht ignorieren dürfen“, so Polizeisprecher Pohl.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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