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Vermieter äußert sein Bedauern

Polizei-Wache Friedrichsort Vermieter äußert sein Bedauern

Die Irritationen zwischen der Kieler Polizei und der Wohnungsbaugesellschaft KWG um die Bauarbeiten am und im Gebäude der Wache im Kieler Stadtteil Friedrichsort sind möglicherweise in Kürze ausgeräumt. Am Donnerstag gab es telefonisch ein „konstruktives Gespräch".

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Hier mag die Polizei nicht mehr arbeiten: Das Gebäude in der Fritz-Reuter-Straße wird derzeit umfassend modernisiert.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Für nächste Woche sei nun ein persönliches Treffen in Kiel geplant, in dem beide Seiten über die nächsten Schritte auf der Baustelle sprechen wollten, teilte Polizeisprecher Matthias Arends mit.

Die Polizei hatte, wie berichtet, am Mittwoch ihre Station in Friedrichsort kurzfristig geschlossen, weil der Dienstbetrieb aufgrund der Staub- und Lärmbelästigungen vor Ort nicht mehr möglich gewesen sei. Nach Darstellung der Polizei hatte der Vermieter, anders als angekündigt, versäumt, rechtzeitig über die Bau- und Modernisierungsmaßnahmen zu informieren. „So geht man nicht mit Mietern um“, beschwerte sich Frank Matthiesen, stellvertretender Polizeichef von Kiel. „Ich bin sauer über die mangelnde Kooperation des Vermieters.“

 Diese Kritik blieb offenbar nicht ohne Wirkung. Das Wohnungsunternehmen Vonovia – zu dem der Eigentümer des Gebäudes, die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG), gehört – bemühte sich am Donnerstag um Schadensbegrenzung. „Es tut uns sehr leid, wenn sich die Kieler Polizei nicht abgeholt fühlt“, sagte Vonovia-Sprecher Max Niklas Gille. Die „besonders geräuschintensiven Bauarbeiten“ würden sich bereits in den letzten Zügen befinden. Weitere Details sollen in der nächsten Woche besprochen werden. Gille sagte aber auch: „Natürlich können wir Geräusch- und Staubentwicklung auf der Baustelle nicht verhindern.“ Die Zusammenarbeit habe in der Vergangenheit gut funktioniert. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, hat das Unternehmen den Beamten nun einen Ansprechpartner benannt, „der jederzeit zur Verfügung steht und Fragen zum Projekt beantwortet“. An dem Gespräch in der nächsten Woche werden Vertreter der KWG und vom Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) teilnehmen. Die GMSH ist Mieter des Gebäudes in der Fritz-Reuters-Straße 94, die ihre Räume wiederum der Kieler Polizei zur Verfügung stellt, die ebenfalls mit am Tisch sitzen wird.

 Wie lange die Wache geschlossen bleibt, ist allerdings noch unklar. „Wir hoffen, dass die Polizeistation schnell wieder ihren Betrieb aufnehmen kann“, sagte der Vonovia-Sprecher. Seit Donnerstagmorgen arbeiten die betroffenen zehn Beamten von den Polizeistationen in Schilksee und Holtenau aus. Das Friedrichsorter Revier bleibt aber unverändert unter der Rufnummer 0431/160-1172 zu erreichen.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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Foto: Polizeikommissar Rainer Bannick zeigt wo kurz zuvor noch die Folien gegen den Staub gespannt waren.

Empörung bei der Polizei in Kiel: Fluchtartig mussten die Beamten im Stadtteil Friedrichsort am Mittwoch ihr Revier verlassen. Schuld sind Bauarbeiten an dem Gebäude, über die das Wohnungsbau-Unternehmen die Behörde allerdings nicht informiert hatte.

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