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Polizei fasst Rollator-Betrüger in Kiel

Senioren betrogen Polizei fasst Rollator-Betrüger in Kiel

Was für eine miese Masche: Die Polizei Kiel hat am Montag einen 50-Jährigen gefasst, dem über Monate dreister Trickbetrug an Senioren vorgeworfen wird. Der Kieler soll Rollatoren erst selbst demoliert und dann für die anschließende Reparatur Geld verlangt haben.

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Dreister Betrug: Einem Kieler wird vorgeworfen, Rollatoren von Senioren absichtlich demoliert und anschließend für die Reparatur Geld verlangt zu haben.

Quelle: Friso Gentsch/dpa

Kiel. Von rund einem Dutzend Betrügereien seit Juli weiß die Polizei bereits: "Wir gehen aber davon aus, dass es noch mehr Fälle sind", sagte Sprecher Matthias Arends. Der Verdächtige soll stets gezielt in Mehrfamilienhäuser gegangen sein, dort Bremskabel oder Räder von Rollatoren gelöst und schließlich geklingelt und galant die Reparatur angeboten haben. Anschließend habe er dafür ein Entgelt zwischen 50 und 250 Euro verlangt, so Arends.

In einer Bank aufgefallen

Aufgefallen seien einerseits der Polizei die zunehmenden Beschwerden und Anzeigen. Außerdem wurden Bankmitarbeiter der Förde-Sparkasse in Kiel stutzig, als eine demente Seniorin den Betrüger mitbrachte, um für ihn eine größere Geldsumme abzuheben. Nachdem er aufflog, ergriff er die Flucht.

Durch die Personenbeschreibungen und Ermittlungen von auf Seniorenschutz spezialisierten Beamtinnen im Kommissariat 12 konnte der 50-Jährige schließlich am Montag gefasst werden. "Da steckte jede Menge Arbeit hinter", sagte Arends. "Diese Masche ist uns auch neu."

Mutmaßliche weitere Opfer können sich bei der Kriminalpolizei unter Tel. 0431/1603333 melden.

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