22 ° / 17 ° Gewitter

Navigation:
Polizei roch über einschlägige Düfte großzügig hinweg

Hanfparade in Kiel Polizei roch über einschlägige Düfte großzügig hinweg

Nicht eben berauschend war die Beteiligung an der ersten Kieler Hanfparade. Statt erwarteter 300 bis 500 Demonstranten fanden sich am Sonnabendnachmittag nur etwa 100 ein, um vom Vinetaplatz zum Werftpark zu marschieren.

Voriger Artikel
Eine echte Charakterschule für jedes Alter
Nächster Artikel
Pkw brannte aus

Die Hanfparade in Gaarden lockte weniger Teilnehmer als von den Veranstaltern erwartet.

Quelle: Martin Geist

Kiel. Sie forderten die Wiederherstellung der Ehre jener Pflanze, die aus ihrer Sicht seit Jahrtausenden zur europäischen Kultur gehört und wider alle Vernunft kriminalisiert wird.

Flagge zeigten bei der Parade die Piraten, die als Organisatoren dahinterstanden, aber auch die Linke und „Die Partei“. Angesichts dessen fand es Andreas Gerold vom vor einem Jahr gegründeten Cannabis Social Club Hamburg bei der kleinen Abschlusskundgebung im Werftpark „schon auffällig, dass die Grünen heute nicht hier sind“. Um ihnen sogleich eine halbherzige Liberalisierungspolitik vorzuwerfen, die immer dann einknicke, wenn es ans Eingemachte geht. Die Stadtstaaten Hamburg und Bremen sowie das Land Schleswig-Holstein forderte Gerold auf, per Bundesratsinitiative eine Reform des Betäubungsmittelgesetzes auf den Weg zu bringen, um Cannabis zu entkriminalisieren. Schon jetzt sei es davon abgesehen möglich, die „geringe Menge“ für den Eigenbedarf deutlich zu erhöhen, auf die Verfolgung bloßer Konsumenten zu verzichten und freien Eigenanbau für den persönlichen Konsum zu erlauben.

Die Parade an sich und das Happening im Werftpark verliefen äußerst friedlich und harmonisch. Was auch daran lag, dass die Polizei über vernehmlich wahrnehmbare Düfte von zu Rauchwaren verarbeitetem Hanf großzügig hinwegroch.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten aus Kiel 2/3