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Trommeln für die Polizei

63. Kieler Polizeishow Trommeln für die Polizei

Die Polizeimotorradstaffel, jede Menge Akrobatik, Musik und sportliche Hunde – das sind die Komponenten, die die Kieler Polizeishow seit sechs Jahrzehnten so erfolgreich machen. Und das waren auch die Highlights der 63. Show, die am Sonnabend fast 7000 Zuschauer in die Sparkassenarena lockte.

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Die Kunststücke der Motorradstaffel aus Hamburg war nur eines der Highlights der Kieler Polizeishow.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel . Ansonsten ging das Kieler Publikum mit kollektivem Lob nicht gerade verschwenderisch um. So mussten die Moderatoren Jan-Malte Andresen und Maja Herzbach die Zuschauer mehrfach zum Applaus animieren. Besonders schwer hatte es die Comedywache, das Polizistenduo Achim und Klaus, die mit ihren Freund-und-Helfer-Geschichten sowie Gesangseinlagen das Publikum nicht auf ihre Seite holen konnte. Erfolgreicher war Stand-Up-Comedian Ingo Oschmann – ganz ohne Uniform und Polizei-Witze. Er war auf das Familienpublikum gut vorbereitet und vereinte die Generationen mit Schenkelklopfern zum Thema „Gegessen wird, was auf den Tisch kommt“ und einer Entfesselungsnummer. Dafür wurde er ebenso überdurchschnittlich beklatscht, wie ein ebenfalls ganz neuer Programmpunkt, die Trommlercombo Stickstoff aus Basel: Die Musiker überraschten nicht nur akustisch mit ihrer Trommelkunst, sondern auch visuell mit leuchtend neonbunten Schlägeln, die sie synchron durch die nachtschwarze Halle schwangen.

„Die Trommler sind ganz toll, nur schade, dass die Hintergrundmusik so laut war und ihre Rhythmen übertönte“, kommentierte Elisabeth Asmus aus Heikendorf in der Pause und wurde mit einer reinen Stickstoff-Perkussion im zweiten Teil versöhnt. Für sie war die Polizeishow ein Weihnachtsgeschenk ihrer Schwiegermutter Agnes Asmus. Diese hatte zu Weihnachten Karten an die zehnköpfige Großfamilie verschenkt. Und nun waren tatsächlich alle angereist – nicht nur aus Heikendorf, sondern auch aus Flensburg und sogar dem dänischen Aarhus. Die zwölfjährige Enkelin Anne fand natürlich ihre Landsleute am besten: Die Mädchen und Jungen des dänischen Turnvereins Silkeborg, die wirklich beeindruckendes Bodenturnen veranstalten. Flickflack, Salto, Doppelsalto, Dreifachsalto, Schraubensalto – die 40 Turnerinnen im Alter von 10 bis 18 Jahren steigerten Schwierigkeitsgrad sowie Schnelligkeit und waren am Ende nicht nur bei den dänischen Gästen der Publikumsliebling.

Hier sehen Sie Bilder der 63. Polizeishow in der Kieler Sparkassenarena.

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Viel Sympathie gab’s auch für den Hundeschnauzball. Die Hundestaffel der Hamburger Polizei trat gegen die Olympiaauswahl an und unterlag am Nachmittag. Ein kurioser, aber spannender Wettkampf, bei dem die Tiere einen Ball, der an einer Schnur zwischen zwei Toren aufgehängt war, mit ihrer Schnauze ins gegnerische Tor stupsen mussten.

Für Polizistensohn Hennes (8) aus Kiel waren die Hunde der absolute Favorit. Er zeigte sich aber insgesamt ganz zufrieden mit der dreistündigen Show. Im Gegensatz zu seinem Opa Klaus Röckendorf, dem „die Shows in den letzten drei Jahren mit mehr polizeilichen Inhalten zu Themen wie Raubüberfall und Autoknacken besser gefallen“ hatten. Für Schwiegersohn Stephan Post hingegen war die Show „gelungener als letztes Jahr, weil weniger Programmpunkte eingebaut waren, aber dafür intensivere Nummern, zum Teil mit Wiederholung“. Der Kieler ist Polizist und damit irgendwie vom Fach. Und er meint: „Es ist eine gute Sache, dass die Polizei so etwas für die Öffentlichkeit anbietet und die Kollegen trotz Wochenendarbeit und vielen Überstunden ihre Freizeit investieren. Das muss man doch unterstützen.“

Werbung für die Kollegen musste er aber gar nicht machen: Denn IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater vertrat sicher keine Einzelmeinung. Er sah die Show ganz privat mit seiner Familie von der Loge aus und war wie viele andere in der Pause auf der Bühne, wo Feuerwehr und Polizei ihre Fahrzeuge für die Kleinen aufgebaut hatten. Sohn Justus (6) kletterte aufs Polizeimotorrad und Vater verkündete: „Wir haben schon beschlossen, diese Veranstaltung zum wiederkehrenden Familienereignis zu machen.“

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