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Große Pläne für das Karlstal in Gaarden

Posthofgelände Große Pläne für das Karlstal in Gaarden

Über zukunftsweisende Bauvorhaben berät der Ortsbeirat Gaarden in seiner Sitzung am Mittwoch. Das betrifft besonders das fünf Hektar große Posthofgelände, das vom Karlstal bis hinunter zur Werftstraße reicht.

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Das jetzige Hochhaus der Post in Gaarden soll durch einen noch einmal deutlich höheren Neubau ersetzt werden.

Quelle: Volker Rebehn

Gaarden. Die Gebäude sollen komplett abgerissen werden, an ihrer Stelle sind zahlreiche Häuser mit zusammen 600 bis 800 Wohneinheiten vorgesehen. Der Stadtteil könnte damit in kurzer Zeit um 1000 bis 1500 Einwohner wachsen.

Eigentümer des Geländes ist bereits seit etlichen Jahren ein kanadisches Immobilienunternehmen. Der Mietvertrag mit der Post, die das Areal als Briefverteil- und Frachtzentrum nutzt, läuft am 30. Juni 2018 aus und soll nicht verlängert werden. Die Planungen zur Zukunft des Gebiets stehen derweil ganz am Anfang. Zunächst geht es um den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan, also um den ersten Schritt des Verfahrens.

 Fest steht jedenfalls für Bürgermeister und Baudezernent Peter Todeskino (Grüne), dass die jetzigen Post-Gebäude „nicht erhaltenswert“ sind und abgerissen werden können. Durchaus offen ist aber noch, ob die Vorstellungen der Investoren für eine Neubebauung hundertprozentig von der Ratsversammlung und ihren Gremien übernommen werden. Vorgesehen sind fünf- bis siebenstöckige Gebäude und anstelle des bisherigen Hochhauses ein Ersatzbau mit 15 Stockwerken. Ganz überwiegend sollen die Häuser Wohnzwecken dienen, möglich sind aber auch Gewerbeflächen, die den Einzelhandel im Stadtteil nicht schädigen. Gemäß der Kieler Linie sollen 30 Prozent der Wohnungen sozial gefördert werden.

 Entscheidende Bedeutung hat das Projekt aus Sicht der Stadt, weil damit die seit langer Zeit gewünschte Anbindung des Stadtteils Gaarden an die Innenstadt erreicht wird. Auch die Fortführung der scheinbar ewig unvollendeten Gaardener Brücke dürfte damit ein gutes Stück wahrscheinlicher werden.

 Sowohl der Stadt als auch den Investoren ist laut Todeskino bewusst, dass das auf den Tisch gelegte Eckwertepapier nicht mehr als der Beginn eines „intensiven Bürgerbeteiligungs- und Planungsprozesses ist“. Den Aufschlag macht nun der Ortsbeirat Gaarden, der am Mittwoch, 7. September, um 19.30 Uhr in der Räucherei, Preetzer Straße 35, tagt.

 Kaum weniger spannend ist die geplante Erweiterung des Kreativzentrums W8 in der Werftbahnstraße. Mehr Platz soll durch ein 15 Stockwerke umfassendes Hochhaus direkt an der Ecke Gablenzstraße geschaffen werden. Gegenwärtig wird das Grundstück von einer Gebrauchtwagenhandlung genutzt. Auch in diesem Fall steht das Verfahren noch am Anfang.

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