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Fitnesstraining im Krankenhaus

Praxis für Physiotherape Fitnesstraining im Krankenhaus

Eine Erweiterung ihres bestehenden Angebots bietet die Praxis für Physiotherapie des Städtischen Krankenhauses seit Beginn dieses Jahres in ihren neuen Räumlichkeiten mit modernsten Trainingsgeräten an. Mit einem Tag der offenen Tür will sich die Praxis am Sonnabend, 30. Januar, von 10 Uhr bis 14 Uhr vorstellen.

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Auf dem Aktiv Tramp, einem beweglichen Trampolin, trainiert Christine Spreen unter Anleitung von Volkhard Sellin.

Quelle: Sven Janssen

Kiel. Die Finanzierung von 500000 Euro für den Anbau hat das Krankenhaus selbst geschultert. Zum neuen Angebot zählt nun ein gerätegestütztes Gesundheitstraining. Dazu findet sich zum Beispiel in einer Ecke ein sogenannter „NuStep“, eine Mischung aus Stepper, Fahrradergometer und Crosstrainer. „Der Vorteil beim Physiotraining mit diesem Gerät ist, dass man es bei sämtlichen Handicaps, nach einem Schlaganfall, bei einer Parkinson-Erkrankung oder als Rollstuhlfahrer, nutzen kann“, erklärt Thomas Wessolowski, Leiter der Praxis für Physiotherapie.

Ein paar Meter weiter steht Marylin Lessow auf dem „Posturomed“. Das Gerät bestimmt den Gleichgewichtssinn. Vor allem bei älteren Menschen wird das Gerät zur Sturzprophylaxe eingesetzt. „Bei neurologischen Problemen oder auch in der Geriatrie sind die Stabilitäts- und Gleichgewichtsfähigkeit der Patienten von großer Bedeutung“, erläutert Wessolowski. Genau diese Fähigkeiten trainiert zeitgleich Christine Spreen unter Anleitung von Physiotherapeut Volkhard Sellin auf dem „Aktiv Tramp“.

Übungen entsprechend des Krankheitsbildes

Um die Betreuung der Sporttreibenden kümmert sich auch Sportwissenschaftler Marcel Schleusner „Es trainieren in unserem Gerätezirkel maximal acht Leute, damit wir die Übersicht und Kontrolle behalten und Hilfestellung geben können. Jeder bekommt entsprechend seines Krankheitsbildes passende Übungen“, erklärt er den Ablauf des einstündigen Trainings, das ein- bis zweimal wöchentlich absolviert wird. Neben diesem Physiotraining bietet die Praxis ein „Präventives Genius Rückentraining“ an, das von den gesetzlichen Krankenkassen mit bis zu 80 Prozent subventioniert wird. Dabei wird das Training an den neuen Trainingsgeräten mit weiteren Übungen kombiniert.

Eine Bereicherung ist der Anbau auch für das bereits bestehende Sportangebot für Krebspatienten. Die Sporttherapie bei Krebserkrankungen hat neben der Eindämmung der Therapie-Nebenwirkungen unter anderem zum Ziel, das körperliche Empfinden und die psychische Stabilität der Patienten zu steigern. Astrid Schulz, Sportwissenschaftlerin und Physiotherapeutin, leitet die Krebssportgruppen im Haus. „Bei unserem Projekt „Sport und Krebs“ arbeiten wir mit der Stiftung „Leben mit Krebs“ zusammen“, sagt Astrid Schulz und ergänzt, dass die Stiftung die Hälfte der Kosten des neuen Angebots für die Krebspatienten übernimmt. Der Eigenanteil beträgt 60 Euro.

Tag der offenen Tür: Sonnabend, 30. Januar, 10-14 Uhr, Praxis für Physiotherapie im Städtischen Krankenhaus, Chemnitzstraße 33.

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