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Erinnerung an Terroropfer vor 30 Jahren

Preise und Gedenken Erinnerung an Terroropfer vor 30 Jahren

Familie, Freunde und Kollegen haben in Kiel am Freitag an den Terroranschlag in der afrikanischen Stadt Dschibuti vor 30 Jahren erinnert: Damals starben vier junge Meeresforscher aus Kiel. In einer Gedenkfeier wurden zwei wissenschaftliche Auszeichnungen und ein staatsbürgerlicher Preis vergeben.

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Die Preisträger Joachim Krause (2.v.li.), Ricarda Pietsch und Damian Arévalo-Martinez präsentierten sich den Laudatoren Norbert Gansel (links), Heide Schulz-Vogt (Warnemünde, 2.v.re.) und Wolf-Christian Dullo (rechts).

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Annette Barthelt, Daniel Reinschmidt, Marco Buchalla und Hans-Wilhelm Halbeisen wurden 1987 bei dem Bombenanschlag getötet. Vier weitere Forscher erlitten bei dem Attentat schwere Verletzungen. Zum Gedenken an die Opfer fördert die Annette-Barthelt-Stiftung seit 1990 jährlich den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Preisen für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Meeresforschung.

Eine der mit 3000 Euro dotierten Auszeichnungen für exzellente Dissertationen ging während des Festaktes am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung an Dr. Ricarda Pietsch vom Alfred-Wegener-Institut (Bremerhaven), die andere an Dr. Damian Arévalo-Martínez von Geomar. Den  staatsbürgerlichen Preis für besondere Beiträge zur Auseinandersetzung mit Terror und Gewalt nahm stellvertretend für das Kieler Institut für Sicherheitspolitik Prof. Joachim Krause entgegen. Ausgezeichnet wurde das fortlaufende Projekt "Jahrbuch des Terrorismus".

Freud und Leid lägen dicht beieinander, sagte Stiftungsvorsitzender Prof. Wolf-Christian Dullo (Geomar): Die Preise hielten die Erinnerung an die Opfer lebendig, förderten Nachwuchsforscher und unterstützten Menschen, die die Problematik von Terrorismus und dessen Folgen für Betroffene und die Gesellschaft öffentlich darstellten.  

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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