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Vielfältige Gründe fürs Schulschwänzen

Projekt „back to school“ Vielfältige Gründe fürs Schulschwänzen

Schule ist wichtig. Das wissen auch die Jugendlichen. Und doch gibt es etliche Schüler, die nicht den Unterricht besuchen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ihnen den Weg zurück in den Unterricht zu ebnen, das ist Aufgabe des Projektes „back to school“ in Kiel. Und das feiert nun fünften Geburtstag.

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Hannah Lehnhardt und Martin Ruppert helfen Jugendlichen mit dem Projekt des Jugendbüros Mettenhof, den Weg zurück in die Schule zu finden. Mit Erfolg.

Quelle: JR: Jennifer Ruske

Kiel. „Warum eigentlich treffen wir immer wieder Jugendliche vormittags auf der Straße und nicht in der Schule?“ Diese Beobachtungen der Straßensozialarbeiter des Jugendbüros Mettenhof gab den Ausschlag, sich des Themas Schulschwänzen stärker anzunehmen. Entstanden ist daraus vor fünf Jahren das Projekt „back to school“. Seit fast drei Jahren kümmert sich Diplom-Sozialpädagoge Martin Rupert um auffällige Jugendliche der Max-Tau-Schule und der Leif-Eriksson-Gemeinschaftsschule. Seit September 2016 wird er von der Diplom-Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin Hannah Lehnhardt unterstützt. Beide arbeiten auf je einer halben Stelle.

Warum wird die Schule geschwänzt?

Eine der Aufgaben der beiden Fachleute ist, die Jugendlichen abseits der Schule aufzusuchen. „Wir besuchen Plätze und Freizeitmöglichkeiten, um mit den Schülern zu sprechen, die den Lehrern durch Stören des Unterrichts oder lange Fehlzeiten aufgefallen sind“, erklärt Hannah Lehnhardt. „Dabei versuchen wir herauszufinden, warum jemand die Schule schwänzt.“ Denn in vielen Fällen stecke eben nicht die „Null-Bock-Einstellung“ dahinter, sondern schwerwiegende Probleme wie soziale Unsicherheiten, ADHS, Depressionen, Ängste, Mobbing oder aber auch nicht erkannte Lernschwächen.

Verlässliche Zahlen, wie viele Kinder und Jugendliche dem Unterricht fernbleiben, gibt es nicht. „Sicher ist aber“, so Ruppert, „dass es deutlich zu viele sind.“ Um den Schülern zu helfen, müssen die Fachleute ihr Vertrauen gewinnen. Oftmals Monate sind nötig, bis sich die Betroffenen öffnen.

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