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Fledermäuse mit Wohnungsnot

Naturerlebniszentrum Kollhorst Fledermäuse mit Wohnungsnot

Fledermäusen wird das Leben nicht leicht gemacht. Futterangebot und Unterschlupfmöglichkeiten nehmen immer weiter ab. Auch daher stehen die Tiere im Mittelpunkt eines Bildungsprojektes, das der Verein Kollhorst in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft (AG) Fledermausschutz Kiel initiiert hat. Es wendet sich an Kieler Schulklassen.

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Jennifer Brokbals (hinten rechts), die ein freiwilliges ökologisches Jahr auf Kollhorst macht, erläuterte einer Gruppe aus der Klasse 3c der Hermann-Löns-Schule und Lehrerin Sigrid Lau, wie Fledermäuse leben.

Quelle: Ingrid Haese

Hasseldieksdamm. Das Projekt „Fledermäuse machen Schule“ gliedert sich in zwei Veranstaltungsangebote. „Fleder, Flatter, Mäuseflug“ haben die Organisatoren für Schüler der dritten bis sechsten Klassen konzipiert, beim „Projekt Fledermaus“ arbeiten sie mit den Klassen sieben bis zwölf. Treffpunkt für die jüngere Altersgruppe ist das Naturerlebniszentrum am Kollhorster Weg 1. Dort bringen Kollhorst-Mitglied Elke Karnowski und ihr Team den Besuchern das Leben der Fledermäuse näher. Nach einleitenden Informationen zu einigen der 23 in Deutschland heimischen Arten, geht es für die Kinder draußen im Freien weiter. Sie beschäftigen sich mit den Jagdgewohnheiten und lernen im „Garten für Fledermäuse“, dass auf dem „Speiseplan“ der Säugetiere nachtaktive Insekten stehen, die von Pflanzen wie der Roten Lichtnelke oder der wildem Malve angezogen werden. Weiteres Thema ist die „Wohnungsnot“ der Fledermäuse, für die es immer schwerer wird, höhlengeeignetes Altholz zu finden und denen immer häufiger der Zugang zu Hohlräumen auf Dachböden versperrt bleibt. Und nicht zuletzt reduzieren in der Landwirtschaft eingesetzte Pestizide das Nahrungsangebot an zum Beispiel Faltern und Käfern, so dass die Große und Kleine Hufeisennase sowie die Wimpern- und Mopsfledermaus bereits vom Aussterben bedroht sind.

Die Klasse 3c der Hermann-Löns-Schule „testete“ jetzt das Projektangebot und setzte unter anderem Fledermaus-Steckbriefe zum Abendsegler und zum Braunen Langohr auf. „Auf Kollhorst wird das Thema sehr gut aufbereitet, und wir überlegen, ob wir im nächsten Jahr auch ein Beet für Fledermäuse anlegen“, erläuterte Klassenlehrerin Sigrid Lau.

Wie beim Angebot „Fleder, Flatter, Mäuseflug“ eignen sich auch die Jugendlichen der Klassenstufen sieben bis zwölf ein Basiswissen zu den Fledermäusen an. Unter Anleitung eines Referenten der AG Fledermausschutz können sie zudem - beispielsweise im Rahmen einer Projektwoche - Ultraschallempfänger bauen, eine Präsentation vorbereiten und an Exkursionen zu den Jagdrevieren der Fledermäuse teilnehmen.

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Verein Kollhorst
Foto: Henrik Möbel und Mariesa Suhr, die ein freiwilliges ökologisches Jahr auf Kollhorst machen, werden den Gartenfreunden zeigen, welches Werkzeug für die Pflege eines Tischbeets von Nutzen ist.

„Unbehindert Garten und Natur erleben“ heißt ein neues Projekt mit dem der Verein Kollhorst am Montag an den Start geht. Es ist konzipiert für Menschen mit und ohne Handicap, die gern an der frischen Luft sind, Spaß daran haben, Beete zu pflegen und mit Freude Blumen, Obst sowie Gemüse anpflanzen.

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