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Nachwuchs im Tiergehege Tannenberg

Projensdorf Nachwuchs im Tiergehege Tannenberg

Sie sind erst ein paar Tage alt: Viele süße Frischlinge und ein putzmunteres Islandpony-Fohlen erobern derzeit die Herzen der Spaziergänger im Tiergehege Tannenberg. Noch etwas wackelig auf den Beinen, entdeckt der tierische Nachwuchs bereits schon fleißig seine Umwelt.

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Vor drei Tagen kamen bei den Wildschweinen sieben Frischlinge zur Welt, in den letzten zwei Tagen kam Nachwuchs in noch unbekannter Zahl von einer weiteren Bache hinzu.

Quelle: Karina Dreyer

Projensdorf. Hengst Murmi hat Glück gehabt: Nachdem er vor drei Jahren vom Veterinärsamt aus schlechter Haltung beschlagnahmt wurde, kam der schwarze Isländer auf das drei Hektar große, grüne Wiesengelände im Tiergehege Tannenberg. Kurze Zeit später gesellte sich ein Dame zu dem fünf Jahre alten Hengst: Fina, die weiße Islandpony-Stute. „Seit 2013 haben wir dann auch noch ein Gastpferd aus Berlin, das mit anderen Pferde Probleme beim Reiten in der Gruppe hatte“, sagt Tierpfleger Andreas Staack. Die glückliche ménage à trois hatte schon bald Folgen mit typischer Wuschelmähne: Fina brachte im Oktober Brünka auf die Welt und am Sonntag Gryla die Stute Meyla.

 „Da es Islandponys sind, brauchten wir isländische Pferdenamen“, erklärt Staack. Und so wurde Brünka nach ihrer schwarz-braunen Farbe benannt. „Nun wird ihr Fell aber immer heller, aber das wussten wir da noch nicht“, sagt der Tierpfleger. Gryla bedeutet Hexe, Fina steht für Glanz und Meyla für ein junges Mädchen. Weiter darf das Familienglück nicht wachsen, „sonst wird es für die Pferde zu eng“, sagt Staack. Bevor die Isländer nach Tannenberg kamen, grasten Exmoorponys auf der Weide. „Doch die waren für uns nicht leicht zu handhaben, jede Annäherung brachte nur Stress für die Tiere und uns“, sagt er. Mit den Isländern ist die Welt in Ordnung – auch mit dem anderen, frei laufenden Wild vertragen sie sich.

 Damit es den Ponys auch weiterhin gut geht, bittet der Tierpfleger, vom Füttern Abstand zu nehmen. Von zu vielen Äpfeln können sie an Hufrehe erkranken oder schmerzhafte Koliken bekommen. Ab Herbst kommt die isländische Ponyfamilie nach Hammer, „weil die Fläche in Tannenberg zu nass wird“, erklärt der Tierpfleger.

 Auch bei den Wildschweinen gab es vor ein paar Tagen Nachwuchs: Eine Bache bekam sieben Frischlinge. Wichtig für die Kleinen ist, dass die Besucher keinen lauten Krach in der Nähe machen und sie auch nicht füttern. Denn sie bekommen Milch von der Bache und Ferkelaufzuchtfutter. Ähnlich wie bei der Ponymutter Gryla, die ein waches Auge auf ihr Fohlen hat, sollten Besucher bei der Bache und ihren Frischlingen aufpassen und auf keinen Fall mit den Fingern durch das Gitter greifen. Auch hier heißt es: „Füttern ist absolut verboten.“

 Tierliebe ist schön, aber sie wird vor allem beim Futter falsch verstanden. Vor allem Nudeln und Brot können schlimme Folgen für die Tiere haben. Die Trockenmasse saugt Körperflüssigkeit auf und kann nicht verdaut werden. Es bilden sich Klumpen, die den Magen und Darm verschließen. Die Tiere können dabei qualvoll verenden. Ebenso krank machend seien Lebensmittel mit Gewürzen, Treibmitteln und Zucker, gerade bei den alles fressenden Wildschweinen.

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