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Vorarbeiten für die neuen Speicher

Projensdorf Vorarbeiten für die neuen Speicher

Bagger schaufeln dicke Erdberge auf – es wird gebuddelt in Projensdorf: Nachdem in der vergangenen Woche bereits die Baustelle im Bereich Langenrade/Manrade an der Bundesstraße 503 eingerichtet wurde, beginnen jetzt die Tiefbauarbeiten zum neuen Trinkwasserspeicher der Stadtwerke Kiel.

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Anfang August sollen die Tiefbauarbeiten in Projensdorf abgeschlossen sein.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Projensdorf. Die Doppelbehälter sollen das über 50 Jahre alte Wasserwerk des Stadtteils in der Böschung zur Holtenauer Hochbrücke ersetzen, das in diesem Zuge stillgelegt werden soll.

 Die beiden 900 Kubikmeter großen Behälter, die rund 11000 Haushalte im Kieler Norden versorgen sollen, brauchen Platz. Damit der kolossale Bau mit einer Grundfläche von 430 Quadratmetern sich in das Bild der Umgebung einfügt, soll der Großteil der Beton-Behälter unter der Erde liegen. „Wir heben dafür jetzt die Grube aus, in die der Beton-Speicher eingelassen wird“, erklärte Sönke Schuster, Pressesprecher von den Stadtwerken Kiel.

 Nötig wurde der rund zwei Millionen teure Bau, um den täglichen Bedarf zu den Spitzenzeiten des Wasserverbrauchs morgens und abends ohne Engpässe sichern zu können. Voraussetzung für den Standort war, dass dieser zwischen der ersten Leitungsnetzverzweigung südlich des Nord-Ostsee-Kanals und den Leitungen, die vom Wasserwerk Pries aus unter dem Kanal durchführen, liegen. Ein Neubau an der Stelle des alten Wasserwerkes kam nicht infrage, da der Boden dafür zu matschig ist.

 Die Anwohner in Langenrade/Mansrade, die dem Bauprojekt skeptisch gegenüberstanden, schlugen bei der Bürgerbeteiligung vor, die Speicher auf der „Kuhwiese“ im Tannenberger Gehege zu errichten. Dies sei nach Angaben der Stadt aus Gründen des Naturschutzes nicht möglich. Das Areal an der Bundesstraße 503 sei nach umfangreichen Geländeuntersuchungen der ideale Standort.

 Auf Anregung der Bürger „wird der Erdspeicher bepflanzt, die Außengestaltung angepasst und ein zusätzlicher Lärmschutz erstellt“, so Schuster weiter. Die für den Bau notwendigen Spundwände sollen mit Hilfe eines erschütterungsfreien Verfahrens in die Erde gebracht werden, um die Lärmbelästigung während der Bauarbeiten zu reduzieren.

 Das Wäldchen, das zuvor auf dem Areal stand, wurde, wie berichtet, im Vorwege gerodet, ein Sichtschutz zu den Gärten der Anwohner ist aber geplant, um zu vermeiden, dass von der Fußgängerbrücke über die Bundesstraße direkt in die Gärten geschaut werden kann. Die Tiefbauarbeiten sollen voraussichtlich Anfang August abgeschlossen sein. Ende 2016 sollen die neuen Trinkwasserspeicher fertig sein, die auf eine jahrzehntelange Versorgungsplanung ausgelegt sein sollen.

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