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Neue Preise empören Aquajogger

Protest in Schilksee Neue Preise empören Aquajogger

Vor der Schwimmhalle in Schilksee stehen zehn Männer und Frauen und reden aufgeregt durcheinander. Thema sind die neuen Eintrittspreise im Schwimmbad, genauer die Preise für die Aquafitness-Kurse. Die steigen durch ein neues Preismodell um bis zu 30 Prozent.

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Die Gebühren für Aquafitness in der Schwimmhalle Schilksee sind erhöht worden. Dagegen protestieren die Kursteilnehmer. Ganz hinten der Schilkseer Ortsbeiratsvorsitzende Christoph Holst.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel-Schilksee. „Wenn ich zweimal die Woche zu den Kursen komme, dann zahle ich jetzt 68 Euro im Monat. Das ist mehr als in jedem Sportverein“, sagt Margit Nahrwold. Sie besuche regelmäßig den Aquajogging-Kursus in Schilksee und merke, dass ihr das gut tue. „Ich hatte einen Schlaganfall, Bewegung ist wichtig für mich.“ Sieben Euro mussten Nahrwold und die anderen Teilnehmer vor der Preiserhöhung am 1. Juni für 40 Minuten Fitness im Wasser zahlen, mit einer Zehnerkarte kostete ein Kursus sogar nur 6,30 Euro. Jetzt sind es 8,50 Euro, und eine Zehnerkarte gibt es nicht mehr. Das stört alle am meisten.

„Uns wurde Anfang Juni gesagt, es gebe jetzt erst mal keine Zehnerkarte mehr. Jetzt müssen wir für jeden Kurstermin einzeln zahlen“, sagt Annegret Plambeck, eine andere Teilnehmerin. Nicht nur, dass es jetzt für alle deutlich teurer werde, die Abschaffung der Zehnerkarte verursache auch noch eine lange Schlange an der Kasse, berichten die Aquajogger.

Die Stadt begründet die höheren Preise mit gestiegenen Personal- und Betriebskosten. Die Zehnerkarte sei mit der Einführung der neuen Eintrittspreise abgeschafft worden. Mit der Eröffnung des neuen Hörnbades soll ein neues Kassensystem in den Bädern eingeführt werden. Dann werde es auch wieder eine Zehnerkarte geben, heißt es von der Verwaltung.

„Aber sie können doch nicht einfach schon die neuen Preise einführen, bevor es das neue Kassensystem gibt“, sagt Ursula Corneliessen, eine weitere Kursusteilnehmerin. Ohne die Zehnerkarte müssten sie alle eine Preiserhöhung von mehr als 30 Prozent hinnehmen. Corneliessen hat eine Unterschriftenliste mitgebracht, auf der Teilnehmer aus den verschiedenen Kursen unterschrieben haben, um ihren Protest deutlich zu machen. Einige der Teilnehmer haben schon ihre Konsequenzen gezogen. „Ich gehe im Moment nur noch einmal die Woche in den Kursus. Zweimal ist mir einfach zu teuer“, sagt Margit Nahrwold.  „Wir haben hier echt das Gefühl, mit der Preiserhöhung den Bau des Hörnbades mitzufinanzieren.“

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Ein Artikel von
Anne-Kathrin Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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