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Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für Rocker

Prozess in Kiel Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für Rocker

Im Kieler Prozess um die Vergewaltigung einer mutmaßlichen Zwangsprostituierten hat die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung des angeklagten Rockers wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung des 57-Jährigen forderte am Donnerstag vor dem Landgericht dagegen einen Freispruch.

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Im Prozess um die Vergewaltigung einer mutmaßlichen Zwangsprostituierten hat die Staatsanwaltschaft eine Verurteilung des angeklagten Rockers wegen sexueller Nötigung in drei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft gefordert.

Quelle: dpa/

Kiel. Das Urteil soll am Freitag (15.00 Uhr) verkündet werden.

In dem Prozess hatte eine Sachverständige massive Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen des mutmaßlichen Opfers geäußert. Sollten die Richter dem Gutachten folgen, würde sich für den Angeklagten ein Freispruch abzeichnen. Sie glaube, dass die 24-Jährige „mehr in Erinnerung hat, als geschehen ist“, sagte die Psychologin. Ihre Angaben wiesen „erhebliche Mängel“ auf und seien „teilweise unzuverlässig“. „Deshalb lässt sich nicht sagen, wie der Ablauf genau gewesen ist“, schlussfolgerte die Gutachterin.

Gestützt auf die Aussagen der jungen Frau als Hauptbelastungszeugin wirft die Anklage dem Rocker vor, sie zwischen September 2010 und April 2012 dreimal in besonders erniedrigender Weise vergewaltigt zu haben. Die junge Frau ist auch Nebenklägerin. Sie ist im Zeugenschutzprogramm.

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