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Turandot lockte rund 15000 Besucher an

Public Viewing Turandot lockte rund 15000 Besucher an

Turandot faszinierte am Sonnabend nicht nur Premierengäste auf dem Rathausplatz. Sie trieb auch außerhalb der Rathausbühne Besucherzahlen in rekordverdächtige Höhen. Rund 15000 Menschen versammelten sich an sechs Standorten vor riesigen Videoleinwänden zum Public Viewing.

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So wie hier auf dem Blücherplatz konnten Opernfreunde noch an vier weiteren Kieler Standorten die Live-Übertragung der Turandot-Premiere erleben.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Auch auf dem Blücherplatz verbreitete Prinzessin Turandot vor rund 5000 Besuchern auf der Leinwand Angst und Schrecken mit ihrer blutrünstigen Ankündigung, auch den nächsten Liebesbewerber im Fall nicht gelöster Rätsel mit Wonne dem Henker zu überantworten. Die exquisite Fischplatte von Künnemann mundete dem Grüppchen am Stehtisch trotzdem. „Einfach ein tolles Ambiente hier: spannende Oper gucken, sie sogar durch die Untertitel verstehen. Und nebenbei noch mit Freunden schnacken.“ Ralph Müller war ebenso angetan von der Kombination leiblicher und geistiger Genüsse wie seine vier Freunde.

Tischnachbar Bernd Stach bekommt durch den Opern-„Appetizer“ sogar Lust, sich das Stück einmal live am Rathausplatz anzusehen. Auch gegen die Einführung freiwilliger Spenden angesichts des „enormen technischen und finanziellen Aufwandes“ beim Public Viewing hätte er nichts einzuwenden.

Sponsoren, Spender und Geschäftsleute rund um den Blücherplatz hatten dazu bereits ihren nicht unerheblichen Beitrag geleistet, in dem sie rund drei Viertel der Kosten in Höhe von 15000 Euro zusammenbrachten. Laut Kulturamt kam mehr als die Hälfte der Public-Viewing-Gesamtkosten (rund 100000 Euro) an den fünf Kieler Standorten durch solch privates finanzielles Engagement zusammen.

Lob zollte Kulturreferent Rainer Pasternak aber nicht nur Spendern, sondern auch den mehr als 100 ehrenamtlichen Helfern, ohne die die Events gar nicht möglich gewesen wären. Allerdings sei es in diesem Jahr nach Karaseks kritischen Anmerkungen zum Public-Viewing wesentlich schwieriger gewesen, die Helfer zur Mitarbeit zu motivieren: „Schließlich wollten sie ja mit ihrem Engagement etwas für das Kieler Theater tun und ihm nicht schaden.“

Am Bootshafen erwarteten 3500 Menschen den Gänsehaut-Moment des Opernabends: „Nessun dorma“. Als Prinz Calaf in der wohl berühmtesten Arie der Welt seinen Tenor zum letzten „Vincerò“ (Ich werde siegen) nach oben schraubte, war ihm dieser Sieg auch am Bootshafen gewiss. Spontaner Applaus brandete auf, wie ein großes Dankeschön für einen großen Abend.

Hier finden Sie Bilder vom Public Viewing zur aktuellen Sommeroper.

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Ein Artikel von
Jürgen Küppers
Lokalredaktion Kiel/SH

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