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„Egal, woher du auch kommst“

RBZ-Projekt mit Kurzfilm „Egal, woher du auch kommst“

Schon vor einem Jahr brachte ein Projekt Flüchtlinge und RBZ1-Schüler zusammen, um mit der ZBBS (Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen) einen Kurzfilm und ein Theaterstück zu erarbeiten. Das Projekt geht nun in die zweite Runde. Das Ergebnis wird am Dienstag, 22. März, ab 18 Uhr in der Mensa des RBZ1 präsentiert.

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In dem Film „Mensch ist Mensch... wherever you come from“ dreht sich alles um Vorurteile gegenüber Flüchtlingen.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Hintergrund des Projektes ist, „dass sich Schüler und Flüchtlinge begegnen, Kontakt aufnehmen und Berührungsängste abbauen“, erklärt RBZ1-Lehrerin Heike Puls. Und so trafen sich 37 Berufsfachschüler vier Tage lang mit 15 Flüchtlingen aus Daz-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) in der Hansastraße 48. Der Titel des diesjährigen Projektes und Kurzfilmes lautet dabei „Mensch ist Mensch.... wherever you come from (egal, woher du auch kommst)“.

 „In dem Film geht es um Vorurteile gegenüber Flüchtlingen – gerade nach den Vorfällen am Kölner Bahnhof und vor dem Sophienhof in Kiel“, erklärt Midia Mahmood. Dargestellt wird eine Situation von drei Mädchen am Strand, die „völlig falsch über Flüchtlinge denken und bei einer persönlichen Begegnung Vorurteile abbauen“, erklärt die RBZ1-Schülerin.

 Auch zu diesem Projekt gab es im Vorfeld Berührungsängste von ein paar „Schülerinnen, die von Flüchtlingen belästigt wurden und die deshalb nicht mitmachen wollten“, berichtet Heike Puls. Die Schülerinnen konnten überzeugt werden, sich an dem Projekt zu beteiligen, „da es ja unter Aufsicht stattfindet. Sie haben so die Möglichkeit, negative Erfahrungen durch positive Erfahrungen zu ergänzen“, sagt sie. Und konnten dabei feststellen, dass nicht alle geflüchteten Männer gleich sind. In den vier Tagen wurde auch das Theaterstück „Nouruz“ (Frühlingsfest) auf der Bühne erarbeitet. „Thema ist das Leben im syrischen Kobane vor dem Krieg und der Alltag jetzt in Kiel“, beschreibt Idun Hübner von der ZBBS. Ein Teil zeigt die unterschiedlichen Bräuche, ein anderer Teil betrifft das Thema Mobbing an der Schule und soll zeigen, dass „die Geflüchteten nicht in eine heile Welt kommen, sondern dass es auch hier Probleme gibt, die zwar nicht so schlimm sind wie Krieg und Flucht, aber die deutsche Schüler auch belasten“, beschreibt Theaterpädagogin Ulrike Krogmann. Gemeinsam Theater zu spielen und zu tanzen ist für Idun Hübner eine gute Basis, sich zu begegnen und näher kennenzulernen. „Die Schüler haben in diesem Projekt viel Empathie bewiesen“, freut sie sich. Um möglichst viele Gäste für die zweistündige Veranstaltung zu erreichen, wurden von den Schülern auch Flyer und Plakate kreiert und verteilt.

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