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Wie klingen Fahrradklingeln?

Kiel Wie klingen Fahrradklingeln?

Von Blasenpflaster bis Toilettenpapier: 2016 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren beteiligten sich am bundesweiten Wettbewerb „Jugend testet 2015“. Den ersten Platz ergatterten dabei Mareike Töbeck und Alina Räther vom RBZ1. Die Kielerinnen testeten Fahrradklingeln.

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Sie gewannen den ersten Platz beim Wettbewerb „Jugend testet 2015“: Die beiden Kielerinnen Alina Räther (links) und Mareike Töbeck vom Beruflichen Gymnasium des RBZ 1 prüften die Fahrradklingeln von acht verschiedenen Herstellern.

Quelle: Karina Dreyer

Kiel. Einige Nachwuchstester untersuchten für die Stiftung Warentest den Wert von kostenlosen Sprachlernseiten im Internet, den unnötigen Stromverbrauch beim Standby-Betrieb von Lautsprechern, Computern und Kopierern an der Schule. Andere überprüften Blasenpflaster auf Belastbarkeit oder nahmen die Stabilität von preiswerten Regenschirmen iunter die Lupe. In den Kategorien Produkt- und Dienstleistungstests gab es sechs Hauptpreise im Gesamtwert von 9000 Euro zu gewinnen. Den ersten Preis und jeweils 1000 Euro ergatterten dabei Alina Räther (19) und Mareika Töbeck (18) aus der 12. Klasse des Beruflichen Gymnasiums am RBZ1.

 „Wir haben vergangenes Jahr eine Fahrradtour unternommen, bei der wir festgestellt haben, dass die Klingeln immer schlecht zu hören waren“, beschreiben die beiden. Im Rahmen des Wettbewerbes schrieben sie acht Hersteller an und bekamen Klingeln zugeschickt. Rund ein halbes Jahr hatten die beiden Zeit, zu untersuchen, wie die Klingeln Stürze mit dem Rad überstehen, wie laut und in welcher Tonhöhe sie läuten, wie leicht die Klingeln oder ihre Teile vom Rad abmontiert und gestohlen werden können, wie wetter- und rostbeständig sie sind. Beim Klang ging es für die beiden um die Lautstärke, Klangfarbe und die Tonhöhe. „Beim Klang fiel auf, dass nur drei Klingeln von unseren Prüfpersonen als sehr gut empfunden wurden. Die Frequenz (Tonhöhe), die besonders für ältere Leute wichtig ist, schnitt im Test besser ab“, beschreibt das Klingel-Tester-Team. Und für den Norden nicht ganz unwichtig: Drei von acht Klingeln überstanden das Ostseewasser sehr gut. Insgesamt kamen sie zu dem Ergebnis, dass es zwar keinen absoluten Spitzenreiter gibt, die Hälfte der Klingeln wurden aber mit „gut“ bewertet. „Beim Kauf sollte man sich überlegen, welche Kriterien einem selbst als Radfahrer am wichtigsten sind“, so das Fazit.

 Ihre Ergebnisse haben die beiden übrigens auch an die Hersteller geschickt, die vielleicht den einen oder anderen Mangel beheben werden. Die nächste Runde für den Wettbewerb startet im September 2015. Wer auch eine Idee hat, Alltägliches oder Kurioses zu testen, findet mehr Informationen unter www.jugend-testet.de.

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