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Riesenrummel nach der Auszeichnung

Rach beim "Pastis" Riesenrummel nach der Auszeichnung

Das Wort „Pastis“ steht nicht nur für eine sehr französische und vorzugsweise mit Eiswasser zu konsumierende Spirituose aus Anis, sondern bedeutet im Provencalischen auch „Mischung“. Im Kieler Restaurant „Pastis“ in der Wik ist der Name offenbar Programm.

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Drei, die sich offenbar bestens verstehen (von links): Sylvain Awolin-Le Penn, Susan Awolin und Restauranttester Christian Rach. Die Bewerbung für dessen Sendung entstand „aus einer Laune heraus“, erzählt Susan Awolin.

Quelle: RTL

Kiel. Für Restauranttester und Koch Christian Rach ist die Mischung aus Qualität, Ambiente, Freundlichkeit und Preis so überzeugend, dass er das „Pastis“ in der RTL-Sendung „Rach sucht: Deutschlands Lieblingsrestaurant“ am Montagabend zum besten Steakhaus Deutschlands gekürt hat. „Das ,Pastis’ hat mich einfach in allen Belangen überzeugt“, lobte Rach die Kieler Gastronomen Awolin.

Vor vier Jahren haben sich Susan Awolin und Sylvain Awolin-Le Penn mit dem „Pastis“ gastronomisch noch einmal neu erfunden. Vorher hatten sie zwölf Jahre lang sehr erfolgreich das „Weinstein“ in der Holtenauer Straße geführt, das vor allem bei Freunden gehobener französischer Küche und exzellenter Weine beliebt war und mehrere kulinarische Preise einheimste. Mit dem kleinen, aber feinen Grillrestaurant in der Knorrstraße, direkt gegenüber vom Anschar-Park, wagte sich das Ehepaar an ein neues gastronomisches Experiment. In schummrig-stilvollem Ambiente, mit goldenem Rinderkopf auf türkis-brauner Retrotapete, warmen Akzenten und einer dezent ausgeleuchteten Bar. Die Karte: nicht zu groß, dafür alles frisch. Vom mediterranen Lachstartar über den „Homestyle“-Burger bis zu den Steaks vom Lava-Grill versteht sich das „Pastis“ als modernes Steakhaus mit gehobenem Anspruch. Hier kocht der Chef persönlich.

"Aus einer Laune heraus entstanden"

Der Laden brummt, warum also noch den strengen Rach in die französischen Töpfe gucken lassen? „Das ist eigentlich aus einer Laune heraus entstanden, als ich den Facebook-Aufruf sah“, erzählt Susann Awolin am „Tag danach“. Sie füllte einen kleinen Fragebogen aus, schickte ihn online auf den Weg und sagte ihrem Team erst einmal nichts davon. War Christian Rach früher vor allem als kochende Feuerwehr für kränkelnde Restaurants im Einsatz, sucht er für seine RTL-Sendung diesmal echte gastronomische Knüller – eben Deutschlands Lieblingsrestaurants. Als Vorhut schickte Rach zwei Damen als Undercover-Gäste ins „Pastis“. Die waren prompt beeindruckt: „Sie gaben sich zu erkennen, machten viele Fotos und meldeten Rachs ersten Besuch für Anfang Januar an“, erzählt Susan Awolin. „Als er dann kam, waren alle ganz nervös.“ Sie selbst eher weniger, denn Rach sei genauso kollegial und nett gewesen wie im Fernsehen. „Wir haben uns super verstanden.“

Vorspeisen und Steak hatten offenbar gut gemundet, denn Rach kündigte die nächste Runde an: den unangemeldeten Besuch. „Obwohl es bei uns immer gut aussieht, hat das Team ständig geputzt und gewienert.“ An einem „normalen Dienstagabend“ im Februar standen Rach und sein Kamerateam dann plötzlich in der Tür. Sein Tisch war auf einen falschen Namen reserviert. Susan Awolin erfuhr, dass das „Pastis“ zu den drei Finalisten gehörte und wurde – wie das ganze Team – verkabelt und mit einem Mikro ausgestattet. Im gesamten Restaurant wurden kleine Kameras verteilt. „Ich habe das alles ausgeblendet, denn der Laden musste ja weiterlaufen, und die normalen Gäste waren auch noch da.“ Erst später, zu Hause auf dem Sofa, sei ihr bewusst geworden, was an dem Abend eigentlich los gewesen sei. Rach kam, aß und verteilte Lorbeeren: Das „Pastis“ trägt jetzt den Titel „Deutschlands bestes Steakhaus“ – eine Auszeichnung, die das Team „sehr stolz“ macht. Und die das Telefon nicht mehr still stehen lässt. „Es rufen Leute aus ganz Deutschland an, gratulieren und wollen einen Tisch reservieren“, freut sich Susan Awolin. Und dann geht sie einkaufen. Denn der Laden muss ja weiterlaufen.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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