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Frauenbündnis fordert Stellvertreterin des OB

Rathaus Kiel Frauenbündnis fordert Stellvertreterin des OB

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) soll eine Frau als Stellvertreterin an seiner Seite haben. Mit dieser Forderung ging jetzt das Kieler Frauenbündnis an die Öffentlichkeit. Es werde Zeit, auch die Spitze des Rathauses paritätisch zu besetzen, erklärte dessen Sprecherin Brigitte Frodermann.

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Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) soll nach dem Willen des Kieler Frauenbündnisses eine Stellvertreterin an die Seite bekommen.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Möglich wird eine Neubesetzung der Stellvertretung Kämpfers durch das Ausscheiden von Dezernent Peter Todeskino (Grüne), der auch Bürgermeister ist. Seine zweite Amtszeit als Stadtbaurat läuft am 31. Mai 2017 aus. Die Wahl der parteilosen Buchholzer Stadtbaurätin Doris Grondke am 16. März 2017 in der Ratsversammlung als Nachfolgerin Todeskinos an der Spitze des Dezernats gilt als sicher, da SPD, Grüne und SSW die 51-Jährige mit ihrer Mehrheit von 30 von 53 Stimmen unterstützen wollen. Unabhängig davon steht nach einem Ausscheiden von Peter Todeskino in den kommenden Monaten auch die Wahl der Bürgermeister-Position aus der Dezernatsriege an, die der Grüne seit zwölf Jahren ebenfalls bekleidet.

 Bisher werden die Dezernate von drei Männern und einer Frau geleitet: Neben Todeskino sind das der Sozialdezernent Gerwin Stöcken (SPD), Kämmerer, Kultur- und Innen-Dezernent Wolfgang Röttgers (SPD) sowie die parteilose Bildungsstadträtin Renate Treutel. Beerbt Grondke Todeskino, dann sind zum ersten Mal zwei Frauen an der Kieler Stadtspitze.

 Das häufig verwendete Argument, es gäbe einfach nicht genügend qualifizierte Frauen, ziehe hier also nicht, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, Helga Rausch: „Die Ratsversammlung hätte jetzt die Möglichkeit, das Ziel einer geschlechtergerechten Verwaltung auch mit Leben zu füllen. Zwei kompetente Frauen stehen hier zur Verfügung.“ Gerade in Spitzenpositionen habe die Kieler Stadtverwaltung noch dringenden Nachholbedarf. Es sei also eine Frage des Wollens, nicht des Könnens, untermauert Frodermann die Forderung nach einer Frau auf dem Bürgermeister-Stuhl.

 Den Bürgermeister beziehungsweise die Bürgermeisterin bestimmt wie auch die Besetzung von Dezernaten die Ratsversammlung. Um die Wahl zu gewinnen, ist eine einfache Mehrheit der anwesenden Ratsmitglieder notwendig.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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